bluesgeschichte
Geschichte
 

Lexikon

Band Portal
:: BandsOnline ::
Bandverzeichnis
Band eintragen

Eintrag bearbeiten
:: Live on Stage::
Konzerthinweise
Termine eintragen

:: Community ::
Rock u. Blues Forum
Medien
Instrumente
:: Gitarre ::
Die Geschichte
Slidegitarre
Der Aufbau

:: Bluesharp ::
Die Geschichte
Bluesharp-Tipps
Linkverzeichnis
Kontakt
 
Die Geschichte der Bluesharp

Wenn wir Musik machen wollten, haben wir einfach einen Draht mit zwei Nägeln an der Wand befestigt, erzählt B.B. King aus der Kindheit. Zwei Steine wurden darunter geklemmt, bis er richtig spannte und einen Ton wie eine Gitarrensaite von sich gab. Diese Art musikalischer Selbstversorgung war im Süden der USA in der untersten Schicht schwarzer Landarbeiter noch bis weit ins 20. Jahrhundert hinein verbreitet. Wer sich kein richtiges Musikinstrument leisten konnte, behalf sich mit dem Einsaitigen an der Wand, trommelte auf einem Eimer, scharrte den Rhythmus auf einem Waschbrett oder funktionierte Besenstiel und Waschzuber mit einem Draht zum Zupfbaß um. Ich besaß einmal ein ziemlich gutes Banjo, das mir mein Vater aus einer runden Käseschachtel und dem Fell eines Waldmurmeltiers gebaut hatte, erinnert sich der schwarze Hillbilly-Musiker DeFord Bailey. Er fing das Murmeltier und trocknete sein Fell. Dann zog er es über die Käseschachtel, hielt es übers Feuer bis es straff spannte. Es hatte einen recht guten Klang. Not macht erfinderisch, und was heute noch eine Zigarrenschachtel oder ein verbeulter Ölkanister war, konnte morgen schon eine Mandoline, Gitarre oder Fiedel sein. Ein Stück Metall ließ sich zu einer Maultrommel biegen, ein Zweig mit Draht zu einem Mundbogen spannen, und Zuckerrohr war zum Bau der Panflöte geeignet. Zwei Knochen verwandelten sich zu Castagnetten, die den Rhythmus vorgaben, wenn jemand ein Stück Papier über einen Kamm legte und darauf blies. Aus Instrumenten der Marke Eigenbau bestand das Orchester der musikalischen Subsistenz und durch diese Schule sind die meisten Bluesmusiker aus dem amerikanischen Süden gegangen. Wenn aber irgendwann einmal ein paar Cents übrig waren, konnte man im nächsten Gemischtwarenladen eine Mundharmonika kaufen.
Schon sehr früh war das neue Blasinstrument aus Wien in den USA aufgetaucht. Kaum 10 Jahre nach seiner Erfindung gab es in New York schon Spielanleitungen dafür zu kaufen. Obwohl die Mundharmonika überall in Amerika French Harp genannt wurde, war sie ursprünglich von Einwanderern aus Österreich, Schwaben und Sachsen ins Land gebracht worden. Die Neuheit erregte Aufsehen und war schon bald in den Läden zu haben. Von den Deutschen sprang der Funke der Begeisterung auf die Afroamerikaner über. Wo viele Krauts wohnten wie in Texas, Nord- und Süd-Carolina und Illinois, gab es auch viele schwarze Bluesharp-Spieler. Die sind verrückt darauf, war Matthias Hohner aus der Neuen Welt gemeldet worden. weiter geht's







Surf-Tipps
Harmonica Player
Harp On!
The Bluesharp Page
Harpin' On
Blues Power
 


© 2001 - 2005 by BluesSource.de