🎬 Soundcore Nebula P1 Test – Der tragbare Beamer, der das Lautsprecher-Problem endlich löst
Wer schon einmal einen kompakten Beamer benutzt hat, kennt das Problem: Das Bild strahlt groß und beeindruckend an die Wand – aber der Ton kommt von irgendwo hinter dem Zuschauer aus einem winzigen Mono-Lautsprecher. Bild und Klang passen einfach nicht zusammen, und das Kinofeeling bleibt auf der Strecke. Als Musikliebhaber und Technik-Enthusiast hat mich das schon immer gestört. Umso neugieriger war ich, als Anker mit dem Soundcore Nebula P1 einen tragbaren Beamer ankündigte, der genau dieses Problem mit einem weltweit einzigartigen Konzept lösen will: zwei abnehmbare Funklautsprecher, die sich frei im Raum positionieren lassen. Klingt genial – aber funktioniert das auch in der Praxis? In diesem ausführlichen Soundcore Nebula P1 Test berichte ich von meinen Erfahrungen nach intensiven Filmabenden, Gaming-Sessions und Musikstreaming.
📦 Erster Eindruck: Auspacken und Verarbeitung des Nebula P1
Der Soundcore Nebula P1 kommt in einer kompakten, sauber gestalteten Verpackung. Im Karton finden sich der Beamer selbst, ein USB-C-Netzteil mit 100 Watt Leistung, ein HDMI-Kabel, die Fernbedienung mit AAA-Batterien und eine Schnellstartanleitung. Wer den P1 zum Verkaufsstart bestellt, bekommt aktuell sogar eine 100-Zoll-Leinwand und eine Anker SOLIX C300 DC Powerstation als Gratis-Zugabe obendrauf – ein starkes Bundle für den Einstieg ins mobile Heimkino.
Was mir beim ersten Anfassen sofort auffiel: Der Nebula P1 wirkt trotz seines kompakten Formats erstaunlich wertig. Mit Maßen von nur 12,4 × 28,4 × 13,0 Zentimetern und einem Gewicht von lediglich 2,38 Kilogramm ist er kaum größer als eine Thermoskanne und lässt sich dank des integrierten Tragegriffs bequem mit einer Hand transportieren. Das Design erinnert an eine moderne Laterne – eine bewusste Abkehr vom klassischen Dosen-Design früherer Nebula-Modelle wie der Capsule-Reihe.
Besonders durchdacht finde ich die Konstruktion: Der eigentliche Projektorkörper ist drehbar im äußeren Gehäuse gelagert. Im Ruhezustand zeigt die Linse geschützt nach innen, für den Betrieb wird der innere Teil einfach in die gewünschte Position geschwenkt. Der integrierte Dual-Arm-Gimbal ermöglicht dabei eine stufenlose Neigung von bis zu 130 Grad – so kann man den Beamer auf einem niedrigen Tisch platzieren und das Bild trotzdem in der richtigen Höhe an die Wand projizieren, ohne ihn auf Bücherstapel oder wackelige Stative balancieren zu müssen.
🔊 Das Highlight: Abnehmbare Lautsprecher für echten 2.0 Surround Sound
Und damit kommen wir zum absoluten Alleinstellungsmerkmal des Nebula P1 – dem Feature, das mich am meisten interessiert hat und das diesen Beamer von allen Konkurrenten abhebt. Auf der Oberseite des Projektors sitzen zwei kompakte Lautsprecher, die sich per Schiebemechanismus lösen und frei im Raum aufstellen lassen. Magnetisch ziehen sie sich beim Aufsetzen zusammen, eine Mechanik klinkt ein und die Kontakte für den Ladevorgang werden automatisch fixiert. Elegant gelöst.
Jeder der beiden Speaker liefert 10 Watt Leistung, zusammen also 20 Watt – und das mit Dolby Audio und der hauseigenen FlexWave-Technologie. Die Verbindung zum Beamer erfolgt per latenzarmem Bluetooth mit unter 50 Millisekunden Verzögerung, was eine saubere Lippensynchronität gewährleistet. Jeder Lautsprecher verfügt über einen eigenen Akku mit bis zu 20 Stunden Laufzeit und ist nach IP54 gegen Staub und Spritzwasser geschützt. Das Laden erfolgt entweder automatisch über die Pogo-Pins auf dem Beamer oder alternativ über USB-C.
Und was soll ich sagen? Der Unterschied ist enorm. Sobald man die Lautsprecher rechts und links neben der Leinwand platziert, entsteht ein komplett anderes Erlebnis. Plötzlich kommt der Ton von dort, wo das Bild ist. Dialoge wirken natürlich, Soundeffekte haben Richtung und Räumlichkeit, und selbst Musik klingt mit einer Stereobühne, die man von einem Kompaktbeamer schlicht nicht kennt. Der legendäre Filmemacher George Lucas hat einmal gesagt, mindestens ein Drittel des Kinoerlebnisses basiere auf dem passenden Sound – und nach meinem Test mit dem Nebula P1 kann ich dem nur zustimmen.
🖥️ Bildqualität: Full HD mit 650 ANSI Lumen im Praxischeck
Der Soundcore Nebula P1 arbeitet mit einem DLP-Chip, der seine 1080p-Full-HD-Auflösung per Pixelshifting erzeugt. Die Lichtquelle besteht aus Vierfach-LEDs, die laut Hersteller eine Lebensdauer von rund 30.000 Stunden bieten – bei vier Stunden täglicher Nutzung wären das über 20 Jahre. Die Helligkeit liegt bei 650 ANSI Lumen, der Farbraum deckt 124 Prozent des Rec.-709-Standards ab, und der native Kontrast wird mit 400:1 angegeben.
Zunächst die ehrliche Einordnung: 650 ANSI Lumen sind für einen tragbaren Beamer dieser Klasse ein sehr guter Wert und deutlich heller als viele Konkurrenzprodukte in der 300-bis-400-Lumen-Range. Für ein komplett abgedunkeltes Zimmer oder den Filmabend im Garten nach Sonnenuntergang reicht die Helligkeit völlig aus, um ein scharfes, farbkräftiges Bild auf bis zu 100 bis 120 Zoll zu projizieren. Bei teilweise abgedunkelten Räumen mit etwas Restlicht bleibt das Bild bis etwa 80 Zoll gut nutzbar. Bei direktem Tageslicht oder in hellen Räumen stößt der P1 allerdings an seine natürlichen Grenzen – das ist physikalisch bedingt und bei keinem LED-Beamer dieser Größe anders.
Was mich positiv überrascht hat: Die Farben. Mit der Abdeckung von 124 Prozent des Rec.-709-Farbraums wirken die Farben lebendig und natürlich, ohne übersättigt zu erscheinen. Hauttöne, Grüntöne in Naturaufnahmen und die warmen Brauntöne in Blues-Konzertmitschnitten wurden allesamt stimmig wiedergegeben. Das Schwarz ist für einen DLP-Beamer dieser Preisklasse ordentlich, auch wenn der native Kontrast von 400:1 hier naturgemäß keine OLED-ähnliche Tiefe erreicht. Für Filme und Serien am Abend – und genau dafür ist der P1 konzipiert – liefert er ein überzeugend scharfes, farbstarkes Bild.
Die maximale Bilddiagonale von 180 Zoll ist technisch möglich, in der Praxis empfehle ich aber eine Größe zwischen 80 und 120 Zoll. Hier stimmt das Verhältnis aus Helligkeit, Schärfe und Bildgröße am besten. Das Wurfverhältnis von 1,2:1 bedeutet, dass für ein 100-Zoll-Bild etwa 2,65 Meter Abstand zur Wand nötig sind – ein praxistauglicher Wert für die meisten Wohnzimmer.
⚙️ Einrichtung und Smart Features: Google TV mit echtem Netflix
Die Ersteinrichtung des Nebula P1 ist angenehm unkompliziert. Strom über USB-C anschließen, den Beamer einschalten, und nach wenigen Sekunden begrüßt einen der Google-TV-Einrichtungsassistent. Wer ein Android-Smartphone besitzt, kann die Grundeinstellungen sogar direkt vom Handy übertragen – inklusive WLAN-Zugangsdaten und Google-Konto. Innerhalb von drei bis vier Minuten war der P1 bei mir einsatzbereit.
Ein großer Pluspunkt gegenüber vielen Konkurrenzprodukten: Der Nebula P1 läuft mit zertifiziertem Google TV. Das bedeutet, dass alle gängigen Streaming-Apps nativ und offiziell zur Verfügung stehen – darunter Netflix, Amazon Prime Video, Disney+, Apple TV+, YouTube und viele weitere. Kein Sideloading, keine Umwege über USB-Sticks oder externe Streaming-Dongles. Im internen Speicher von 32 GB (bei 2 GB RAM) ist genug Platz für zahlreiche Apps, und über den Google Play Store lässt sich das Angebot jederzeit erweitern.
Die Menünavigation über die mitgelieferte Fernbedienung funktioniert zuverlässig, wirkt aber bei schnellem Durchblättern gelegentlich etwas gebremst – hier merkt man, dass die Hardware in erster Linie auf Wiedergabe und nicht auf blitzschnelle App-Navigation optimiert ist. Das ist kein echtes Problem im Alltag, fällt aber im direkten Vergleich mit einem Smartphone oder Smart-TV auf. Google Assistant ist über das integrierte Mikrofon in der Fernbedienung nutzbar, und auch die Nebula-Connect-App bietet eine alternative Steuerungsmöglichkeit per Smartphone.
Besonders praktisch ist die Bildautomatik des Nebula P1. Die IEA 4.0 Technologie (Intelligent Environment Adaptation) übernimmt Autofokus und Trapezkorrektur in Echtzeit – auch wenn man den Beamer während des Betriebs verschiebt oder neu positioniert. Die Hinderniserkennung passt das Bild sogar an Steckdosen, Lichtschalter oder Lampen im Projektionsbereich an, indem es den betroffenen Bereich ausspart. Das hat in meinem Test erstaunlich gut funktioniert und spart enorm viel manuelle Feinjustierung.
🎵 Klangqualität im Detail: Filme, Musik und Gaming
Filmabend mit dem Nebula P1
Der Filmabend war der ultimative Praxistest. Ich habe den Nebula P1 in meinem Wohnzimmer aufgestellt, die Lautsprecher neben einer 100-Zoll-Leinwand positioniert und den Raum abgedunkelt. Schon nach den ersten Minuten eines Actionfilms war klar: Dieses Konzept funktioniert. Die Dolby-Audio-Verarbeitung sorgt für eine saubere Trennung von Dialogen und Effekten. Stimmen klingen klar und verständlich, Explosionen haben spürbare Wucht, und die Stereobühne gibt Geräuschen tatsächlich eine Richtung. Wenn ein Auto von links nach rechts durchs Bild fährt, wandert auch der Klang entsprechend mit.
Natürlich darf man von zwei kompakten 10-Watt-Lautsprechern keine Soundbar-Qualität erwarten. Tiefe Bässe haben ihre physikalischen Grenzen, auch wenn die integrierte 480-Kubikzentimeter-Basskammer für die Größe der Speaker erstaunlich viel Fundament liefert. Für die meisten Filmabende im kleinen bis mittleren Wohnzimmer reicht die Lautstärke und Klangqualität aber absolut aus. Wer mehr Bass möchte, kann über den AUX-Ausgang oder HDMI eARC problemlos eine externe Soundbar oder ein Lautsprechersystem anschließen.
Musikstreaming
Als Musikliebhaber war mir natürlich auch die Musikwiedergabe wichtig. Über Spotify, Apple Music oder YouTube Music lässt sich direkt über Google TV streamen, alternativ über Bluetooth 5.1 vom Smartphone. Die FlexWave-Technologie von Soundcore kalibriert den Klang intelligent an die Raumakustik und Lautsprecherposition – und das hört man. Bei abgenommenen und separat platzierten Lautsprechern entsteht eine erstaunlich breite Stereobühne, die für einen Blues-Abend mit akustischer Gitarre und Gesang wirklich Freude macht. Stimmen klingen warm und präsent, Gitarren haben Anschlagsdynamik, und auch bei höherer Lautstärke verzerrt nichts.
Was mich begeistert hat: Die Lautsprecher lassen sich auch komplett eigenständig als Bluetooth-Speaker nutzen, wenn der Beamer ausgeschaltet ist. Mit 20 Stunden Akkulaufzeit pro Speaker hat man damit ein portables 2.0-Stereo-System für die nächste Gartenparty oder den Grillabend – ein cleverer Bonus.
Gaming auf der großen Leinwand
Der Nebula P1 bietet über HDMI 2.1 eine Eingabeverzögerung von nur 10 Millisekunden im sogenannten „Extreme Game Mode“. Das ist für einen portablen Beamer ein hervorragender Wert und macht den P1 zu einer echten Option für Konsolenspieler. Ich habe ihn mit einer Nintendo Switch und einer PlayStation getestet: Schnelle Spiele mit raschen Reaktionszeiten funktionierten einwandfrei, und das große Bild auf 100 Zoll verwandelt jeden Spieleabend in ein kleines Event. Der HDMI-2.1-Anschluss unterstützt dabei sogar UHD-Signale mit bis zu 60 Hz – mehr als der DLP-Chip intern darstellen kann, aber nützlich für die Kompatibilität mit modernen Konsolen.
📊 Technische Daten des Soundcore Nebula P1 im Überblick
| Eigenschaft | Soundcore Nebula P1 |
|---|---|
| Projektionstechnologie | DLP (Single-Chip, Pixelshifting) |
| Lichtquelle | 4× LED (Lebensdauer ca. 30.000 h) |
| Auflösung | 1920 × 1080 (Full HD) |
| Helligkeit | 650 ANSI Lumen |
| Kontrast | 400:1 (nativ) |
| Farbraum | 124 % Rec. 709 |
| Max. Bilddiagonale | 180 Zoll (empfohlen: 80–120 Zoll) |
| Wurfverhältnis | 1,2:1 |
| Lautsprecher | 2× 10 W (abnehmbar, Bluetooth, IP54) |
| Lautsprecher-Akkulaufzeit | bis zu 20 Stunden |
| Audio | Dolby Audio, FlexWave, 2.0 Surround |
| Gimbal | Dual-Arm, 130° vertikal schwenkbar |
| Autofokus / Trapezkorrektur | Ja (IEA 4.0, Echtzeit) |
| Betriebssystem | Google TV (zertifiziert) |
| Speicher | 2 GB RAM / 32 GB intern |
| Anschlüsse | HDMI 2.1 (eARC), USB-A, USB-C (100W PD), AUX-Out |
| Kabellose Verbindung | WiFi 5, Bluetooth 5.1, Google Cast |
| Sprachsteuerung | Google Assistant (via Fernbedienung) |
| Gaming-Latenz | ≤10 ms (Extreme Game Mode) |
| Schutzklasse | IP33 (Beamer) / IP54 (Lautsprecher) |
| Abmessungen | 12,4 × 28,4 × 13,0 cm |
| Gewicht | ca. 2,38 kg (ohne Lautsprecher) |
| Integrierter Akku | Nein (Netzbetrieb oder Powerstation) |
| Farben | Grau/Schwarz |
| UVP | 799,99 € |
🔌 Anschlüsse und Konnektivität
Für einen tragbaren Beamer bietet der Nebula P1 ein überraschend umfangreiches Anschlussfeld. An der Rückseite des schwenkbaren Projektorelements befinden sich ein HDMI-2.1-Eingang mit eARC-Unterstützung und ein USB-A-Port für externe Speichermedien. Am Sockel sitzt der USB-C-Anschluss für die Stromversorgung. Zusätzlich gibt es einen 3,5-mm-AUX-Ausgang für externe Lautsprecher oder Kopfhörer.
Kabellos kommuniziert der P1 über WiFi 5 und Bluetooth 5.1. Google Cast ist integriert, sodass Inhalte vom Smartphone oder Tablet direkt auf den Beamer gestreamt werden können. Für Apple-Nutzer steht zudem die Nebula-Cast-App zur Verfügung, mit der auch Screen Mirroring vom iPhone oder iPad möglich ist – allerdings mit der üblichen Einschränkung, dass DRM-geschützte Inhalte von Netflix oder Disney+ nicht gespiegelt werden können. Dafür nutzt man dann einfach die nativ installierten Apps.
Die eARC-Unterstützung am HDMI-Port ist ein cleveres Detail: So lässt sich bei Bedarf Audio an eine externe Soundbar oder einen AV-Receiver weiterleiten – für alle, die den P1 nicht nur mobil, sondern auch als festen Heimkino-Beamer nutzen möchten.
🏕️ Mobilität: Tragbar ja, aber mit Einschränkung
Einer der wichtigsten Punkte, über den man vor dem Kauf Bescheid wissen sollte: Der Soundcore Nebula P1 hat keinen eingebauten Akku. Während die beiden Lautsprecher kabellos und akkubetrieben funktionieren, benötigt der Beamer selbst stets eine externe Stromquelle. Im Test zog der P1 selten unter 60 Watt aus der Steckdose – ein Wert, der aufgrund der hohen LED-Helligkeit von 650 ANSI Lumen physikalisch nachvollziehbar ist.
Für den Einsatz im Wohnzimmer, Schlafzimmer oder auf der Terrasse mit Steckdose in der Nähe ist das kein Problem. Wer den P1 dagegen beim Camping, im Park oder an anderen Orten ohne Stromanschluss nutzen möchte, braucht eine leistungsstarke USB-C-Powerstation mit mindestens 100 Watt Ausgangsleistung. Die im aktuellen Launch-Bundle enthaltene Anker SOLIX C300 DC versorgt den Beamer laut Hersteller für etwa 3,5 Stunden – das reicht für zwei Filme, aber nicht für einen ganzen Abend mit Doppelfeature und Bonusmaterial.
Der Tragegriff und das geringe Gewicht von nur 2,38 Kilogramm machen den P1 dennoch zu einem der transportabelsten Beamer seiner Leistungsklasse. Im Vergleich zum großen Bruder Nebula X1 Pro, der über 32 Kilogramm wiegt und 4.999 Euro kostet, ist der P1 geradezu ein Leichtgewicht – sowohl physisch als auch beim Preis.
🆚 Soundcore Nebula P1 im Vergleich: Wo steht er im Markt?
| Merkmal | Nebula P1 | Nebula Capsule 3 Laser | XGIMI Halo+ |
|---|---|---|---|
| Auflösung | 1080p Full HD | 1080p Full HD | 1080p Full HD |
| Helligkeit | 650 ANSI Lumen | 300 ANSI Lumen | 900 ANSI Lumen |
| Abnehmbare Lautsprecher | Ja (2× 10 W) | Nein (8 W intern) | Nein (2× 5 W intern) |
| Integrierter Akku | Nein | Ja (~2,5 h) | Ja (~2 h) |
| Google TV / Netflix nativ | Ja | Ja | Ja (Android TV) |
| Gaming-Latenz | ≤10 ms | Nicht angegeben | ~30 ms |
| Gewicht | 2,38 kg | 0,85 kg | 1,6 kg |
| Preis (UVP) | 799,99 € | ~599 € | ~849 € |
Der Nebula P1 positioniert sich klar zwischen den ultra-kompakten Taschenbeamern und den stationären Heimkino-Projektoren. Sein größter Vorteil gegenüber der gesamten Konkurrenz: das abnehmbare Lautsprechersystem. Kein anderer tragbarer Beamer bietet aktuell ein vergleichbares Feature. Dafür muss man beim fehlenden Akku einen Kompromiss eingehen. Wer maximale Mobilität ohne Stromkabel sucht, greift zum Capsule 3 Laser – akzeptiert aber deutlich weniger Helligkeit und schwächeren Sound. Wer mehr Helligkeit will, zahlt beim XGIMI Halo+ etwas mehr, bekommt aber keinen abnehmbaren Sound.
👍 Vorteile und 👎 Nachteile des Soundcore Nebula P1
Was mich überzeugt hat
- Weltweit einzigartiges Konzept mit abnehmbaren Funklautsprechern – löst das größte Problem tragbarer Beamer
- Guter Klang mit echtem 2.0 Stereo, Dolby Audio und FlexWave-Kalibrierung
- 650 ANSI Lumen sorgen für ein helles, farbkräftiges Bild in abgedunkelten Räumen
- Vollwertiges Google TV mit nativem Netflix, Disney+, Prime Video und mehr
- Durchdachter 130°-Gimbal und IEA 4.0 mit Autofokus, Trapezkorrektur und Hinderniserkennung
- Hervorragende Gaming-Tauglichkeit mit nur 10 ms Latenz über HDMI 2.1
- Kompakt, leicht und dank Tragegriff wirklich transportabel
- Lautsprecher auch eigenständig als Bluetooth-Speaker nutzbar (20 h Akku)
- IP54-Schutz der Lautsprecher – outdoortauglich
- Attraktives Launch-Bundle mit Leinwand und Powerstation
Was Soundcore noch verbessern könnte
- Kein eingebauter Akku im Beamer – echte kabellose Mobilität nur mit externer Powerstation
- 650 ANSI Lumen bei Tageslicht oder in hellen Räumen nicht ausreichend
- Nativer Kontrast von 400:1 eher durchschnittlich – tiefes Schwarz ist nicht die Stärke
- Menünavigation gelegentlich etwas träge
- Maximale sinnvoll nutzbare Bildgröße liegt realistisch bei 100–120 Zoll, nicht bei den beworbenen 180 Zoll
- Nur WiFi 5 statt WiFi 6 – in der Praxis kein großes Problem, aber nicht state of the art
- Kein Lens-Shift (wird durch Gimbal und digitale Korrektur kompensiert)
💰 Preis-Leistungs-Verhältnis: Lohnen sich 800 Euro?
Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 799,99 Euro liegt der Soundcore Nebula P1 im oberen Mittelfeld der tragbaren Beamer. Für das Geld bekommt man allerdings mehr als nur einen Projektor: Man bekommt ein durchdachtes Entertainment-System mit abnehmbarem 2.0-Sound, zertifiziertem Google TV, Gaming-tauglichem HDMI 2.1 und einem cleveren Gimbal-Design. Das abnehmbare Lautsprechersystem allein rechtfertigt den Aufpreis gegenüber günstigeren Modellen, denn es löst ein fundamentales Problem, das die gesamte Kategorie seit Jahren plagt.
Besonders attraktiv ist das aktuelle Launch-Angebot: Wer bis zum 24. Februar 2026 zuschlägt, erhält eine 100-Zoll-Leinwand (UVP: 129,99 €) und eine Anker SOLIX C300 DC Powerstation (UVP: 229,99 €) kostenlos dazu. Damit spart man knapp 360 Euro und hat direkt ein komplettes Setup für den mobilen Filmabend – inklusive Stromversorgung für gut dreieinhalb Stunden.
Im Vergleich zu dediziertem Heimkino-Equipment relativiert sich der Preis schnell: Eine gute Soundbar kostet allein schon 200 bis 500 Euro, ein separater Bluetooth-Speaker nochmal 100 Euro aufwärts. Der Nebula P1 vereint Projektor und hochwertiges Soundsystem in einem kompakten, transportablen Paket.
🏠 Für wen eignet sich der Soundcore Nebula P1?
- Filmfans: Wer regelmäßig Filmabende veranstaltet und ein kompaktes System mit gutem Bild UND Ton sucht
- Outdoor-Enthusiasten: Gartenpartys, Camping-Abende oder Public Viewing im Freien – mit Powerstation ein echtes Erlebnis
- Gamer: Die niedrige Latenz von 10 ms und HDMI 2.1 machen den P1 zur echten Konsolen-Leinwand
- Musikliebhaber: Die abnehmbaren Speaker funktionieren als eigenständiges Bluetooth-Stereo-System
- Flexible Nutzer: Wer seinen Beamer mal im Wohnzimmer, mal im Schlafzimmer und mal draußen nutzen will
- Familien: Kinderfilme auf Großleinwand, Spieleabende mit der Switch – der P1 ist vielseitig
Weniger geeignet ist der Nebula P1 für Nutzer, die einen stationären Heimkino-Beamer mit maximaler Helligkeit und 4K-Auflösung suchen. Auch wer auf einen eingebauten Akku angewiesen ist und den Beamer ausschließlich kabellos betreiben will, sollte sich die Kompakteren wie den Capsule 3 Laser ansehen – muss dann aber beim Sound deutliche Abstriche machen.
🎤 Mein persönliches Highlight: Blues auf der großen Leinwand
Zum Abschluss meines Tests habe ich mir einen persönlichen Wunsch erfüllt: Ich habe mir über YouTube ein Konzert von Gary Clark Jr. auf die Leinwand geholt, die Nebula-Lautsprecher links und rechts positioniert und das Licht ausgeschaltet. Was folgte, war ein Abend, der mich daran erinnert hat, warum ich Musik liebe. Die Energie eines Live-Konzerts auf einer 100-Zoll-Leinwand, mit einem Sound, der tatsächlich von der Bühne zu kommen scheint – das war ein Gänsehaut-Moment.
Das Bild war scharf und farbenfroh, die Bühnenbeleuchtung kam druckvoll rüber, und die Lautsprecher haben den typischen Soundcore-Klang abgeliefert: klar in den Höhen, präsent in den Mitten, mit überraschendem Fundament im Bass für ihre Größe. Natürlich ersetzt das keine ausgewachsene HiFi-Anlage – aber für einen Beamer mit eingebautem Soundsystem war das ein Erlebnis, das ich so nicht erwartet hätte. Der Nebula P1 macht aus dem Wohnzimmer keinen Konzertsaal, aber er bringt die Atmosphäre eines Live-Events nach Hause. Und genau das soll er ja auch.
✅ Fazit: Soundcore Nebula P1 Test – Innovation, die man hören und sehen kann
Der Soundcore Nebula P1 ist mehr als nur ein weiterer tragbarer Beamer. Er ist der erste seiner Art, der das fundamentale Akustik-Problem kompakter Projektoren konsequent löst. Die abnehmbaren 2.0-Funklautsprecher mit Dolby Audio sind ein echter Game-Changer: Sie verwandeln einen guten Beamer in ein komplettes Entertainment-System, bei dem Bild und Ton endlich zusammenpassen. Dazu kommen eine solide Bildqualität mit 650 ANSI Lumen in Full HD, ein ausgezeichnetes Google-TV-System mit nativer Netflix-Unterstützung, ein cleverer 130°-Gimbal und eine Gaming-Latenz, die Konsolenspieler begeistern wird.
Ja, der fehlende Akku ist ein Kompromiss – aber einer, der zugunsten von deutlich mehr Helligkeit und Leistung ausfällt. Und ja, 800 Euro sind kein Schnäppchen. Aber für das Gesamtpaket aus Innovation, Bildqualität, Soundsystem und Portabilität bekommt man hier ein Produkt, das in seiner Kategorie aktuell konkurrenzlos ist. Das Fachmagazin connect hat dem Nebula P1 nicht ohne Grund das Testurteil „Sehr gut“ verliehen.
Meine Bewertung: 8,5 von 10 Punkten – Abzüge für den fehlenden Akku und den etwas begrenzten Kontrast. Dafür bekommt man ein einzigartiges Beamer-Erlebnis, bei dem Bild und Klang zum ersten Mal richtig zusammenfinden.
❓ Häufig gestellte Fragen zum Soundcore Nebula P1
Hat der Soundcore Nebula P1 einen eingebauten Akku?
Nein, der Projektor selbst benötigt eine externe Stromversorgung über USB-C (100W). Die abnehmbaren Lautsprecher verfügen jedoch über eigene Akkus mit bis zu 20 Stunden Laufzeit. Für den mobilen Einsatz empfiehlt sich eine Powerstation wie die Anker SOLIX C300 DC.
Kann man Netflix direkt auf dem Nebula P1 schauen?
Ja, der Nebula P1 läuft mit zertifiziertem Google TV. Netflix, Amazon Prime Video, Disney+, YouTube und viele weitere Streaming-Apps sind nativ verfügbar und vorinstalliert – ohne Sideloading oder externe Dongles.
Wie laut sind die abnehmbaren Lautsprecher des Nebula P1?
Die beiden Lautsprecher liefern zusammen 20 Watt Leistung und erreichen eine maximale Lautstärke von etwa 85 Dezibel. Für ein mittelgroßes Wohnzimmer oder den Einsatz im Freien bei Dunkelheit ist das in den meisten Fällen ausreichend.
Eignet sich der Nebula P1 zum Gaming?
Ja, und sogar sehr gut. Der HDMI-2.1-Anschluss bietet im Extreme Game Mode eine Eingabeverzögerung von nur 10 Millisekunden. Das ist für einen portablen Beamer herausragend und macht den P1 kompatibel mit PlayStation, Xbox und Nintendo Switch.
Wie groß kann das Bild maximal sein?
Technisch sind bis zu 180 Zoll Bilddiagonale möglich. Für die beste Bildqualität empfehle ich allerdings eine Größe zwischen 80 und 120 Zoll. Bei größeren Diagonalen wird das Bild aufgrund der begrenzten Helligkeit von 650 ANSI Lumen zunehmend blass.
Kann ich die Lautsprecher auch ohne den Beamer als Bluetooth-Speaker nutzen?
Ja, die Lautsprecher lassen sich als eigenständige Bluetooth-Speaker verwenden. Sie verbinden sich mit jedem Bluetooth-fähigen Gerät und bieten bis zu 20 Stunden Akkulaufzeit – ideal als portables Stereo-System für Musik unterwegs.
Ist der Nebula P1 für helle Räume geeignet?
Bedingt. Mit 650 ANSI Lumen benötigt der P1 einen abgedunkelten Raum für die beste Bildwirkung. Bei leichtem Restlicht ist das Bild bis etwa 80 Zoll noch gut erkennbar. Bei vollem Tageslicht wird es jedoch schnell zu blass – das ist bei LED-Beamern dieser Größe allerdings physikalisch bedingt und kein spezifischer Nachteil des P1.
Welche Schutzklasse hat der Nebula P1?
Der Beamer selbst ist nach IP33 geschützt (leichter Spritzwasserschutz), die abnehmbaren Lautsprecher nach IP54 (staub- und spritzwassergeschützt). Damit eignet sich das System für den Einsatz im Freien, sollte aber nicht bei starkem Regen betrieben werden.
📚 Quellen und weiterführende Informationen
- Soundcore Nebula P1 – Offizielle Produktseite
- Soundcore Nebula P1 Test bei connect.de
- Soundcore Nebula P1 Testbericht bei Netzwelt
- ComputerBase – Nebula P1 und X1 Pro starten in den Handel
- Projector Reviews – Soundcore Nebula P1 Full Review (Englisch)
- Notebookcheck – Nebula P1 startet mit gratis Leinwand



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