In Kooperation mit Amazon

Das Saxophon: Ratgeber zum Kauf eines Saxophons

Saxophon Saxophone gehören zwar eher zu den jüngeren Instrumenten, doch der tolle Klang und große Tonumfang begeistern Musiker und Zuhörer seit mehr als 170 Jahren. Möchtest du künftig auch die Herzen deines Publikums mit eindrucksvollen Solos begeistern oder Teil einer Big Band werden? Dann erfährst du in diesem umfangreichen Artikel u. a., welche Arten von Saxophonen es gibt, was du beim Kauf beachten solltest und vieles mehr.
Hier erfährst du:
  • worauf du beim Kauf eines Saxophons achten musst
  • welche Arten es gibt
  • woran du ein gutes Modell erkennst
  • wie man es lernen kann

Saxophon Test & Vergleich

Die Geschichte des Musikinstruments

Als sich der Belgier Antoine Joseph Sax im Jahre 1852 auf den Weg nach Paris machte hätte er wohl nicht gedacht, wie viel Aufsehen er mit diesem Instrument in der Stadt der Liebe, Mode und Kunst erregen würde. Selbst Künstler/ Komponisten wie Jacques François Élie Fromental Halévy, Daniel-François-Esprit Auber und Louis Hector Berlioz wurden in den Bann des neuartigen Instruments gezogen und unterstützten Sax bei der Produktion und Verbreitung.

Bei der Entwicklung von insgesamt acht verschiedenen Größen, von

  • Alt,
  • Bariton,
  • Bass, über
  • Kontrabass,
  • Sopranino,
  • Sopran,
  • Subkontrabass bis hin zu
  • Tenor,
ließ Sax auch die Erfahrungen seines Vaters als Instrumentenbauer einfließen, um die besten Resonanzen zu erreichen. Das dadurch erworbene Wissen übertrug er auch auf spezielle Tuben, Hörner und Trompeten, die bald schon unter der Bezeichnung Saxtromba bekannt wurden.

Sax‘ Ziel war es, endlich gut klingende Holzblasinstrumente zu schaffen, die auch in tiefen Lagen gut klangen. Durch die spezielle Bauweise wollte er erreichen, dass es endlich ein Instrument gibt, dass so flexibel wie eine Klarinette, aber ebenso klangstark wie ein Blechblasinstrument ist – und daher ideal für tiefere Tonlagen der Orchestermusik.

Der Erfolg gibt ihm Recht, denn auch heute noch gehören diese Instrumente zu den beliebtesten Blasinstrumenten unter Musikern. Nach dem Tod von Antoine Joseph Sax übernahm Henri Selmer im Jahre 1929 die Patente und Produktion der Saxophone, die schnell einen Kultstatus unter Musikern erlangten.

Der weltweite Durchbruch kam mit der Verbreitung des Jazz um 1920, durch den die Musiker auf der Suche nach Instrumenten mit einem großen Tonumfang und variablen Klang das Saxophon lieben lernten.

Aufbau und Funktion eines Saxophons

Auch wenn es heute noch verschiedene Arten von Saxophonen gibt (mehr dazu erfährst du im nächsten Abschnitt dieses Ratgebers), ähnelt sich der Grundaufbau der Instrumente sehr.

Aufbau und Funktion eines SaxophonsWir beschreiben im Folgenden daher den Aufbau eines Alt-Saxophons näher, dessen Komponenten du aber auch in gleicher oder ähnlicher Weise bei anderen varianten findest.

  • Mundstück: Dieses Element gehört zu den wichtigsten Bauteilen bei diesem Instrument, da durch das Hineinblasen von Luft ein Ton erzeugt wird. Dies geschieht indem das kleine hölzerne Rohrblatt im Inneren in Schwingung versetzt wird.
  • S-Bogen: Hinter dem Bauteil befindet sich der S-Bogen, welcher es mit dem Saxophon verbindet.
  • Oktavklappe: Um einen Ton um eine Oktave zu erhöhen, benötigt das Sax Oktavklappen die je nach Bedarf geöffnet werden. Diese kann sich seitlich oder in der Nähe des Mundstücks befinden – das variiert je nach Bauart.
  • Seitenklappen: Die kleinen Klappen an der Seite, die mit der Innenseite der Finger oder Handfläche gespielt werden, heißen Saxophon Seitenklappen. Mit diesen kannst du spezielle Töne über verschiedene Griffe erzeugen.
  • Korpus: Beim Korpus handelt es sich um eine konische Metallröhre (mit kreisrunden Bohrungen meistens), deren Länge und Breite nach Hersteller und Art variiert.
  • Klappendeckel: Auf dem Lochdeckungssystem liegen Klappendeckel, die sich je nach Bedarf öffnen und schließen. In der Regel verfügen Saxophone über 24 oder 25 Klappen, die mechanisch bedient werden. Anders als bei Flöten, wo die Löcher mit den Fingern verschlossen werden. Jeder Klappendeckel verfügt über Polster und Resonatoren, wodurch der Ton genauer wird.
  • Perlmuttklappen: Darüber hinaus befinden sich an einem herkömmlichen Modell Perlmuttklappen, die du mit den Fingerspitzen bedienst. Anders als der Name vielleicht vermuten lässt, bestehen sie allerdings nicht immer aus Perlmutt, sondern vor allem bei günstigen Modellen aus anderen Materialien.
  • Bogenteil: Am unteren Ende befindet sich ein Bogenteil, dass dem Musikinstrument nicht nur sein typisches Aussehen verleiht, sondern auch für das Entstehen des Klangs verantwortlich ist. Doch wundere dich bitte nicht: Es gibt auch Saxophone, wie beispielsweise das Sopranino oder Sopransaxophon, die verfügen nicht über ein Bogenteil, sondern sind gerade.
  • Schallbecher: Dieses Element wird von Musikern oft auch Stürze oder Pavillon genannt und ist ebenfalls für den typischen Saxophon-Klang verantwortlich.
Das hölzerne Rohrblatt ist der Grund, wieso es zu den Holzblasinstrumenten zählt. Dieses gerät durch den Atem des Musikers, der durch ein Mundstück reingeblasen wird, in Schwingung, wodurch der klassische Ton des Saxophons entsteht. Laien lassen sich jedoch oftmals von der blechernen Hülle dazu verleiten, es als Blechblasinstrument zu bezeichnen.

Durch den konischen Verlauf bzw. Bau der Schallröhre, die sehr weit am Schallbecher, jedoch sehr eng am Mundbereich ist, überbläst ein Saxophon in die Oktave, ähnlich wie eine Querflöte oder Oboe. Daher verwundert es wenig, dass auch die Grifftechniken durchaus mit einer Querflöte und B-Klarinette verwandt sind.

Weitere Informationen zum Tonumfang von Saxophonen findest du in der Übersichtstabelle unter dem Punkt „Die Saxophone-Arten im direkten Vergleich 2016“. Wir möchten an dieser Stelle allerdings schon betonen, dass dieser auch nach den Erfahrungen des Spielers schwankt. Wenn du regelmäßig übst, wird du bald problemlos 2,5 Oktaven spielen können. Profis schaffen es auch locker auf vier Oktaven.

Die verschiedenen Saxophon-Arten im Überblick

Seit der Erfindung des Saxophons vor über 170 Jahren hat sich die „Familie“ deutlich vergrößert. Im Folgenden stellen wir dir die wichtigsten Arten vor und bieten dir abschließend einen Überblick über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Instrumente.

VarianteHinweise
Das AltsaxophonUm das Musikinstrument spielen zu erlernen ist dieses Instrument bestens geeignet. Aufgrund der speziellen Bauweise mit dem geraden Mundstück und geschwungenen S-Bogen liegt es nicht nur gut in der Hand, sondern ist auch besonders einfach zu spielen. Darüber hinaus ist es meistens auch noch günstiger. Kurz: Ein Altsaxophon ist ideal für Anfänger – auch Kinder und Jugendliche.

Beachte jedoch dabei, dass es sich bei einem Altsax um ein transponierendes Musikinstrument handelt, wodurch die Notation nicht der Tonhöhe entspricht. Daher klingt beispielsweise ein notiertes c2 als es1.

Das TenorsaxophonDeutlich schwerer und größer ist ein Tenorsaxohon, zu dem du dir definitiv einen Trageriemen bestellen solltest, um dich auf das Spielen konzentrieren zu können. Dafür wirst du mit wohlig tief klingenden Tönen belohnt, die auch heute noch so manchem Zuhörer von Jazzstücken eine Gänsehaut beschert.
C-Melody-SaxophonVon der Größe her liegt ein C-Melody genau zwischen einem Alt- und Tenorsaxophon. Vom Klang liegt es allerdings einen Ganzton über einem Tenorsax – bei C.
Das MezzosopransaxophonEinen Ganzton über einem Altsax liegt ein Mezzosopransaxophon, manchmal auch F-Altsaxophon genannt. Da diese besondere Bauform nur von 1928 bis 1929 produziert wurde, gibt es sie nur ganz selten.
Das SoprilloWeniger für Anfänger ist das Soprillo geeignet, dass zwar dank der kompakten Bauform (mit nur um die 30 cm Länge) verlockend erscheint, jedoch sehr schwer zu spielen ist. Selbst erfahrene Musiker brauchen meistens einige Zeit, um die höchsten Töne erklingen zu lassen. Dafür ist das Soprillo in B gestimmt und liegt damit eine Oktave über der nächsten Art.
Das SopraninosaxophonMüsste man dieses spezielle Instrument mit zwei Worten beschreiben wären sie wohl: klein und klangvoll. Vom Aussehen her ähnelt es einer Klarinette oder Flöte, hebt sich jedoch im Klang wesentlich davon ab. Vor allem Jazzmusiker entscheiden sich auch heute noch vor einem Konzert für ein Sopraninosaxophon, weil der Klang einfach unvergleichlich ist.

Unter Musikern sind zwei Bauarten weit verbreitet:

  • Zum einen die gebogene Form inklusive nach oben gebogenem Schalltrichter – wobei diese Variante deutlich seltener genutzt wird,
  • als ein Sopranino mit geradem Korpus und geradem Schalltrichter.
Das SopransaxophonDer große Bruder des Sopranino ist das Sopran, dessen Tonreichweite von B bis F reicht – ideal ist es allerdings in C-Stimmung. Aufgrund des durchdringenden Klangs ist es ideal zur Führung eines Stückes oder Solos – doch Neulinge sollten aufgrund der schwierigen Handhabung nicht sofort zu diesem Musikinstrument greifen!

Auch hier gibt zwei Bauweisen:

  • Mit geradem Korpus und geradem oder leicht gebogenen S-Bogen oder
  • in einer Bauart, die dem Altsax entspricht, jedoch weniger gebogen. Einige Musiker schwören hierbei auf die bessere Kontrolle des Tons.
Das BasssaxophonDeutlich tiefer ist ein Basssax, meistens in B oder C gestimmt ist. Zwar wird es auch heutzutage weniger für Solos oder in Big Bands genutzt, doch dafür hat es einen festen Platz in Orchestern.
Das BaritonsaxophonWer einen richtig warmen, satten Klang bevorzugt, sollte sich für ein Baritonsaxophon entscheiden. Nicht nur Big Bands, sondern auch immer mehr Solisten nutzen die Wirkung der weichen Töne, um ihren Stücken das gewisse Etwas zu verleihen. Der Tonumfang liegt bei (C) Des – a1, doch wenn du Overtones bzw. Obertöne nutzt, kannst du auch höhere Tonlagen erreichen.
Das KontrabasssaxophonZu den wahren Giganten unter den Saxophonen gehören Kontrabasssaxophone, die etwa doppelt so lang und breit sind wie ein Bariton! Daher verwundert es wenig, dass diese Modelle nur mit einem Ständer gespielt werden können. Tonal liegt es zwar nur eine Oktave unter dem Baritonsax, doch wird deutlich seltener verwendet. In den letzten Jahren flammt das Interesse unter Musikern und Komponisten zwar wieder etwas auf, wodurch es wieder einige Stücke mehr gibt – doch im Vergleich 2016 zu anderen Modellen ist es eher selten vertreten.
Das SubkontrabasssaxophonNoch tiefer klingen Subkontrabasssaxophone deren Schallröhrenlänge etwa 4,30 m beträgt! Unter Musikern ist allerdings die Tubax-Bauform von Benedikt Eppelsheim weiter verbreitet, als die klassische Bauweise. Ein großer Vorteil daran ist der geringe Luftverbrauch, wodurch die Mundmuskulatur nicht so sehr trainiert sein muss, wie beispielsweise bei einem Tenor.

Kannst du dich an dieser Stelle noch nicht entscheiden, was es werden soll? Dann findest du in diesem Video zahlreiche Informationen und einen anschaulichen Vergleich zwischen einem Tenor-, Alt und Sopransaxophon:

Die Saxophone-Arten im direkten Vergleich

InstrumentTonumfangStimmung/ Klingt alsHinweiseEinsatz-
möglichkeiten
Altsaxophondes0 – a2 (a2)Es/ es0
  • Abkürzung: as, alto, asx
  • ideal für Anfänger
  • klingt eine Sexte tiefer als notiert
  • eher für hohe Töne geeignet
  • Big Band
  • Kapellen
  • Jazz
  • Popmusik
  • Solos
Baritonsaxophon(C) Des – a1Es/ Es
  • Abkürzung: bar, bars, bs
  • warmer Klang
  • großer Tonumfang
  • oftmals als Zweitinstrument genutzt
  • Big Band
  • Saxophonquartett
  • weniger für Solos genutzt
Basssaxophon(G1) As1 – e1B/ B1
  • Abkürzung: bsx, bassax, b-sax,
    bsax, bss, basssax
  • dritttiefste Lage
  • Saxophonorchester
C-Melody-SaxophonB – f2C/ c0
  • Abkürzung: c-mel, cmel
  • kein transponierendes Instrument
  • leiser als ein Alt- und Tenorsaxophon
  • Jazz
C-Sopransaxophonb0 – f3C/ c1
  • Form des Sopransaxophon
  • kein transponierendes Instrument
  • Big Band
Kontrabass-
saxophon
(C1) Des1 – a0Es/ Es1
  • Abkürzung: cbsx, cb-sax
  • eher für fortgeschrittene Spieler geeignet
  • auf einem Ständer gespielt
  • selten verwendet
  • Orchester
Mezzosopran-
saxophon
es0 – b2F/ f0
  • sehr selten
  • wurde nur zwei Jahre lang produziert
  • Saxophonquartett
Sopranino-
saxophon
des1 – as3Es/ es1
  • Abkürzung: sss, ssi
  • höchste Tonlage
  • sehr schwierig zu spielen
  • Jazz
  • Solos
Sopransaxophonas0 – es3 (e3)C/ c1
  • Abkürzung: ss, sop
  • eher für fortgeschrittene Spieler geeignet
  • Solos
  • Führung eines Satzes in Big Bands
Soprillosaxophonas1 – d4B/ B1
  • weniger für Anfänger geeignet
  • ideal für hohe Töne
  • wird mit einem verkürzten Es-Blatt einer Klarinette gespielt
  • von Benedikt Eppelsheim entwickelt
  • Solos
  • als Begleitinstrument
SubkontrabassAs2 – e0B/ B2
  • eher für fortgeschrittene Spieler geeignet
  • das tiefste Saxophon
  • ähnelt in der Bauform dem Kontrabass
TenorsaxophonAs – es2 (e2)B/ B
  • Abkürzung: ts
  • weniger für Anfänger geeignet
  • erfordert eine geübte Mundmuskulatur
  • Blasmusik
  • Jazz

Apropos Orchester: Ob und wo die Saxophonisten in einem Orchester sitzen hängt von der Art des Orchesters ab. Oftmals findet man die Saxophone rechts, aber in erster Linie ist es die Aufgabe des Dirigents zu entscheiden, wo welche Musiker sitzen.

Verwendung des Saxophons in der Musik

Aufgrund der vielen Bauweisen haben sich zahlreiche Musiker weltweit in das Saxophon und dessen Vielseitigkeit verliebt. Während das Instrument zunächst eher für Orchestermusik gedacht war, eroberte das Musikinstrument auch schnell die Herzen von Jazz-Musikern, wodurch es in den 1920er Jahren seinen Siegeszug durch die Musikwelt startete und auch heute nicht aus den Stücken von Dixielandbands, Jazz- und Bluesmusikern wegzudenken ist.
Zwischenzeitlich fand es in vielen gängigen Musikrichtungen von Rock ’n‘ Roll, über Soul und Blues, bis hin zu Rockmusik Verwendung. Inzwischen wird das Saxophon jedoch eher als Soloinstrument genutzt, um mit weichen, samtigen, manchmal aber auch schrillen und harten Tönen die Zuschauer in den Bann der Musik zu ziehen.

Saxophon lernen – so geht´s

Wenn du schon länger darüber nachdenkst unter die Saxophonisten zu gehen, hör auf zu grübeln und tu es einfach. Alles was du dafür benötigt sind Motivation, etwas Zeit, ein Saxophon – und schon kann es los gehen. Wie lange du benötigst um das Spielen zu lernen variiert danach, wie viel zu üben kannst und wie gut dein musikalisches Gefühl ist. Hinweise zum Kauf eines Saxophons findest du im nächsten Kapitel dieses Ratgebers. Hier soll es zunächst darum gehen, wie das spielen funktioniert und was du dabei beachten solltest.

Kommen wir also zum praktischen Teil:

um die ersten Töne zu erzeugen, nimmst du zunächst das Mundstück in den Mund. Beachte dabei, dass deine oberen Schneidezähne auf der schrägen Fläche vorn aufliegen und du deine Unterlippe gegen das Blatt drückst. Es gibt auch die Möglichkeit, deine Unterlippe nach außen zu wölben – das nennt man den offenen Ansatz.

Noch mal die Zusammenfassung:

AnsatzUmsetzungErgebnis
Offener Ansatzdie Unterlippe wird nach außen gewölbthärtere Klangfarbe
Geschlossener Ansatzdie Unterlippe wird nach innen gezogenweichere Klangfarbe

Beachte dabei bitte, dass deine unteren Schneidezähne das Mundstück nicht berühren – du sollst nicht zubeißen! Nun versetzt du das kleine Rohrblatt auf dem Mundstück mit deinem Atem in Schwingung. Manche Neulinge finden das dabei entstehende Gefühl durch die Vibration des Rohrblättchens als unangenehm – aber das vergeht. Je nachdem wie viel Druck du beim Atmen erzeugst, wirst du die Lautstärke und den Klangcharakter des Tons beeinflussen.

Rechte Hand

Nun zu deiner rechten Hand: Mit dieser bedienst du nicht nur die unteren Klappen, sondern hältst auch den unteren Teil des Saxophons. Mit deinem Ring-, Mittel- und Zeigefinger bedienst du jeweils die Klappen, mit letzterem auch noch die Flageolet- und B-Klappe.

Linke Hand

Unterdessen bedienst du mit der linken Hand die oberen Klappen des Saxophons, wobei der Daumen auf der Daumenplatte liegt, um den oberen Teil zu halten. Direkt darüber liegt die Oktavklappe, mit der du das Überblasen erleichtern kannst.

Die gewünschten Töne entstehen aus dem Hineinblasen und einer Kombination der richtigen gedrückten Klappen. Bläst du beispielsweise nur hinein, ertönt in der Regel ein mittleres Cis. Wenn du allerdings mehrere Klappen mit deinen Fingern verschließt, wird der Ton tiefer. Falls du schon ein Saxophon besitzt, kannst du es dir direkt schnellen und die ersten Griffe mithilfe dieses Videos üben:

Lass dich nicht von den zahlreichen Öffnungen und Klappen entmutigen – auch wenn das Saxophon am Anfang sehr kompliziert wirkt, wirst du mit etwas Übung merken, wie einfach es ist – und vor allem wie viel Spaß es macht!

Eine umfassende Übersicht aller gängigen Griffe steht dir hier kostenlos zum Download bereit.

Fortgeschrittene Spieler finden in diesem Video einige Tipps zum Üben von komplizierteren Melodien und Stücken:

Das Stimmen des Saxophons

Zugegeben, die ersten Töne von Neulingen klingen selten wie Lester Young, doch wenn du dauerhaft das Gefühl hast, irgendwas würde nicht richtig klingen, solltest du dein Saxophon stimmen. Diesen Schritt musst du allerdings regelmäßig wiederholen, da sich der Klang durch die Erwärmung beim Spielen immer mal wieder verändert.

Zum Stimmen drehst bzw. schiebst du das Mundstück etwas hinein oder heraus. Durch das Hineinschieben wird die Luftsäule kürzer und der Ton höher. Ziehst du es hinaus, wird die Luftsäule länger und der Ton tiefer. Im Folgenden findest du eine Übersicht der gängigen Stimmweisen:

Saxophon-ArtStimmung
GenerellA
AltsaxophonFis
TenorsaxophonH
Um den Ton zu erkennen kannst du entweder ein Stimmgerät nutzen oder eine App auf deinem Smartphone. Wenn das Gerät bzw. die App an ist, spielst du einen Ton und das Stimmgerät erkennt ganz automatisch, um welchen es sich handelt. Wenn der Ton nun beispielsweise zu tief ist, kannst du über das Mundstück die benötigten Einstellungen vornehmen. Alternativ kannst du auch eine Aufnahme oder ein bereits gestimmtes Instrument nutzen, um dein Saxophon danach zu stimmen.

Weitere Hinweise zum Stimmen eines Saxophons findest du in diesem Video:

Für Anfänger ist das erste Stimmen besonders wichtig, denn dabei kannst du direkt testen, wie jeder Ton klingt – und klingen sollte. So bekommst du schneller ein Gehör dafür und lernst im Endeffekt auch leichter.

Hilfe, das Saxophon quietscht

Sollte dein Saxophon quietschen bei einigen Tönen, kann dies am Mundstück oder Blatt liegen. Um zu testen, ob das Blatt noch intakt ist, nimm dein Mundstück so in die Hand, dass der offene Teil durch deine Handfläche bedeckt ist. Nun saugst du an dem Mundstück: Wenn du einen Unterdruck spürst und es sich an deiner Hand festsaugt, ist das Blatt intakt. Falls nicht, solltest du es austauschen.

Weitere Auslöser können sein:

  • Das Blatt ist zu leicht.
  • Das Blatt ist zu alt.
  • Das Blatt liegt nicht korrekt.
  • Der S-Bogen ist verbogen.
  • Das Saxophon ist undicht.
  • Deine Fingertechnik benötigt noch etwas Feinschliff.

Ein paar abschießende Tipps zum Sax lernen

Na, bist du auf den Geschmack gekommen und willst Saxophon spielen lernen – traust dich aber aus etwaigen Gründen nicht? Dann findest du im Folgenden die häufigsten Fragen von Laien und passende Antworten:

Kann man mit einer Zahnspange Saxophon spielen?

Vor allem junge Menschen, die mit dem Saxophon spielen beginnen wollen haben Sorge, dass eine Zahnspange beim Spielen stören kann. Generell sei gesagt: Auch mit Zahnspange kannst du mit dem Saxophon ganz normal umgehen und es zu spielen lernen – selbst mit festsitzender Spange. Viele Zahnärzte und Kieferorthopäden empfehlen allerdings einen speziellen Bracketschutz für Musiker, der die Ober- und Unterlippe bis Zahn 5 auf jeder Seite schützt.

Alternativ kann man auch auf die herkömmlichen Wachsstreifen zurückgreifen, doch die sind meistens weniger effektiv.

Wusstest du, dass sich das Gebiss von Blasmusikern häufiger wieder in Richtung des Behandlungsbeginns zurückbildet als bei anderen Patienten? Experten empfehlen daher einen festsitzenden Retainer, der den Behandlungsfortschritt auch nach Entfernen der Backets erhalten soll.

Kann man mit einem Zungenpiercing Saxophon spielen?

Auch ein Zungenpiercing stellt beim Sax Spielen keine Behinderung dar, wenn du darauf achtest, dass es weit genug hinten sitzt. Da die Zungenspitze beim Spielen benötigt wird, besteht sonst die Gefahr, dass das Piercing am Mundstück anstößt.

Kann man mit 50+ noch Saxophon lernen?

Kann man mit 50+ noch Saxophon lernen?Träumst du schon eine Weile davon, endlich ein Musikinstrument spielen zu können, aber irgendwie waren die letzten Jahrzehnte einfach zu stressig? Dann hier die gute Nachricht: egal ob 6 oder 66 – Saxophon lernen kann jeder. Vielleicht dauert es im fortgeschrittenen Alter etwas länger und bedarf mehr Übung, doch generell gibt es kein Höchstalter, in dem du Sax spielen lernen kannst.

Um das Ganze zu beschleunigen würden wir dir allerdings raten, eine Musikschule aufzusuchen oder dir einen privaten Saxophon-Lehrer zu suchen. Zugegeben, das kostet etwas Geld – doch dafür lernst du auch deutlich schneller spielen.

Außerdem triffst du dort Gleichgesinnte, mit denen du dich austauschen und motivieren kannst – denn das ist viel wichtiger und hält zusätzlich auch noch fit!

Wichtige Aspekte beim Kauf eines Saxophons

Mundstück

Wie bereits unter dem Punkt „Aufbau und Funktion eines Saxophons“ erklärt, ist ein gutes Mundstück wichtig für die Entstehung des Tones. Daher solltest du dich für ein Mundstück entscheiden, dass gut im Mund liegt und zu deiner Art zu spielen passt. Zur Auswahl bei den Materialien stehen normalerweise

  • Metall,
  • Kunststoff und
  • Kautschuk
zwischen denen du wählen kannst. Inzwischen gibt es auch verschiedene Bahnlängen und Größenöffnungen – lass dir daher bei der Auswahl etwas Zeit oder probiere verschiedene Modelle aus.

S-Bogen

Da der S-Bogen einen maßgeblichen Einfluss auf die Intonation und Klangfarbe des Saxophons hat, sollte auch diese Auswahl gut überdacht sein. Hochwertige S-Bögen bestehen aus Silber, für Anfänger sind aber auch andere Metalle durchaus geeignet. Solltest du bereits im Besitz eines Saxophons sein, dessen Klang nicht so ist, wie du es dir wünschst, kannst du auch probieren den S-Bogen erstmal auszutauschen.

Nach dem Kauf solltest du den S-Bogen regelmäßig pflegen, um auch weiterhin in den Genuss des tollen Klangs zu kommen.

Korpus

Die Länge des Korpus variiert je nach Bauart des Herstellers und Saxophon-Art. Generell gilt aber: Während der Ton durch eine längere Schallröhre wie beispielsweise bei einem Bariton-Saxophon tiefer klingt, ist er bei einem kürzeren Korpus, wie z.B. bei einem Sopransaxophon deutlich heller. Aufgrund des Gewichts und der Resonanz verwenden Hersteller hierfür in der Regel Messing, der nachträglich lackiert, vernickelt oder versilbert wird.

Schallbecher

Solltest du dich für ein Saxophon mit Schallbecher entscheiden, sollte dessen Innenwand möglichst glatt sein. So vermeidest du, dass der Klang durch die Reibung der Luft gestört wird. Ebenso wie der Korpus wird auch das Schallstück meistens aus Messing gefertigt, später aber noch vernickelt, lackiert oder sogar vernickelt.

Vintage oder nicht?

Saxophone - Vintage oder nicht?Bei einem Vintage-Saxophon handelt es sich um ein altes Saxophon. Was genau Vintage ist, muss derzeit allerdings noch jeder für sich definieren. Für einige kommt es

  • auf das Alter an bzw. wann das Saxophon produziert wurde (z. B. vor 1980),
  • andere legen darauf Wert, dass es nicht mehr produziert wird (z. B. Hohner und Kohlert) oder
  • es nur wenige Einzelinstrumente gab.
Ob du dich für ein neues oder Vintage-Saxophon entscheidest, kommt in erster Linie darauf an, was du ausgeben möchtest. Günstige Einsteigermodelle findest du eher unter den Altsaxophonen, während Vintage-Sax aufgrund meistens deutlich teurer sind.

Wichtig ist in beiden Fällen, dass du mit dem Saxophon gut klar kommst und alle Klappen erreichst – sonst bringt das tollste Saxophon nichts.

Größe und Gewicht

Leider können wir dir an dieser Stelle keine explizite Empfehlung dazu geben, welche die optimale Größe und wie das perfekte Gewicht eines Saxophons für dich sind – das ist zum einen von deiner Statue abhängig, aber auch von der Art des Saxophons. Wie du in der Übersicht der gängigen Bauformen von Saxophonen schon sehen konntest, gibt es die Instrumente in allen Formen und Größen. Auch das Material und die Länge/ Breite des Korpus spielt dabei eine große Rolle. Kurz gesagt gibt es aber Modelle, die durchaus nur drei bis vier kg wiegen, während andere bis zu 20 kg wiegen.

Reinigung- und Pflegetipps für Saxophone

Damit du möglichst lange Freude an deinem Musikinstrument hast, möchten wir dir in diesem Teil des Ratgebers einige Hinweise dafür geben, wie du dein Sax optimal pflegst. Zur besseren Übersicht haben wir unsere Tipps in drei Bereiche  unterteilt:

  • Pflege des Saxophons nach jedem Spielen,
  • wöchentliche Pflege des Saxophons und
  • monatliche Pflege des Saxophons

Pflege des Saxophons nach jedem Spielen

Nach der Nutzung des Saxophons solltest du das Mundstück und die Halsinnenseite mit einem geeigneten Wischer gründlich säubern. Entferne hierzu auch das Blatt, damit es nicht im Weg ist oder beschädigt wird. Um die Polster sauber und vor allem trocken zu halten gibt es geeignetes Reinigungspapier, dass zwischen jene gesteckt wird.

Anschließend führst du einen langen Wischer vom Schallbecher aus in den Korpus, um auch diesen zu trocknen. In vielen Saxophon-Reiniger-Sets ist auch ein Tonlochreiniger enthalten, mithilfe dessen du das Oktavloch säubern kannst. Zum Abschluss empfiehlt es sich noch die Oberfläche des Sax von Schmutz und Fingerabdrücken zu befreien und schon ist dein Instrument bereit für die nächsten Übungsstunden.

Wöchentliche Pflege des Saxophons

Sofern du das Saxophon in der Woche genutzt hast, solltest du ca. alle sieben Tage die kleinen und schwer zugänglichen Teile reinigen, zu denen auch die Gestänge und Klappen gehören. Hierzu empfehlen wir dir die Nutzung von Poliergaze, die du zu einer Kordel zusammendrehst. Pass bei der Reinigung der Klappen allerdings auf, dass du nicht zu viel Druck ausübst, damit sie sich nicht verbiegen.

Wöchentliche Pflege des SaxophonsZur Reinigung der Bereiche zwischen den kleinen Klappen greifst du am besten wieder zum Tonlochreiniger, mit dem du allerdings vorsichtig sein solltest, um die Polster nicht zu zerkratzen.

Monatliche Pflege des Saxophons

Etwa einmal im Monat steht eine umfangreiche Reinigung und Wartung an.

  1. Zunächst solltest du das Saxophon hierfür in seine Hauptteile zerlegen.
  2. Anschließend befüllst du eine Schüssel mit warmen Wasser und Messingseife.
  3. Nun solltest du die Klappe vom Hals des Sax entfernen und den Korn mit Klebeband umwickeln, damit er während des Wasserbads nicht nass wird.
  4. In die Wasserschüssel tauchst du die Reinigungsbürste für den Hals und reinigst damit gründlich die Innenseiten des Saxophonhalses.
  5. Damit kein Wasser im Hals zurückbleibt, kannst du ihn mithilfe des Wischers trocknen.
  6. Um zu vermeiden, das Reste von Schmutz oder der Metallseife in der Bürste zurückbleiben, solltest du sie nach jeder Nutzung gut auswaschen.
Wenn alles gut getrocknet kannst du noch etwas Fett auf den Kork am S-Bogen geben und Klappenöl auf die Stellen geben, an denen sich die Klappen bewegen. Dabei gilt jedoch: nur so viel wie nötig, um eine unnötige Verschmutzung zu vermeiden!

Eine umfangreiche Videoanleitung zur Reinigung eines Saxophons findest du hier:

Zum Abschluss möchten wir dir noch einige Tipps zur Verlängerung der Haltbarkeit eures Sax mit auf den Weg geben:

  • Geh vorsichtig damit um, denn Saxophone sind deutlich empfindlicher als andere Instrument.
  • Zur Aufbewahrung Zuhause eignet sich eher ein Ständer als ein Koffer, da so die Klappen entlastet werden.
  • Damit die Polster auf den Klappen nicht vorschnell verschleißen nutze nur so viel Druck wie nötig, um sie zu schließen.
  • Zum Einfetten sind Fettstifte deutlich besser als Fett in Dosen, da du so ganz gezielt einfetten kannst, ohne es an den Fingern zu haben.
  • Spiele mit mehreren Blättchen parallel um sie zu schonen und Ihnen die Möglichkeit zu geben, sich wieder glattzuziehen.

Zubehör für Saxophonspieler

Um dir das Spielen mit dem Sax oder dessen Transport so angenehm wie möglich zu machen, empfehlen wir dir folgendes Zubehör:

Aufbewahrungs- und Transporttaschen

Zum Transport eines Saxophons kannst du es entweder in seine drei Hauptbestandteile: Mundstück, S-Bogen und Korpus zerlegen oder Etui für Saxophone erwerben. Letztere gibt es als Gigbags, die du dir wie eine Art Rucksack aufsetzen kannst, oder als Trekking Case zum Tragen. Etwas preisintensiver, dafür meist aber auch robuster sind Saxophon-Koffer.

Tragriemen, Rücken- oder Schultergurte

Aufgrund des hohen Gewichts einiger Modelle ist es meistens ratsam, dass du dir einen Tragriemen, Rücken- oder Schultergurt kaufst, um das Gewicht nicht die ganze Zeit in den Händen halten zu müssen. Größere und Basssaxophone werden in der Regel im Sitzen gespielt oder derweil in einem passenden Ständer gestellt.

In der folgenden Übersicht findest du eine Empfehlung zum Kauf eines Gurtes oder Ständer – je nach Art des Saxophons. Dies schwankt natürlich noch je nach Bauweise und Größe, nutze die Informationen daher wirklich nur als Empfehlung informiere dich in der Artikelbeschreibung des Herstellers über eventuelle Zubehörempfehlungen.

Saxophon-ArtKaufempfehlung
BaritonsaxophonRücken- oder Schultergurt
TenorsaxophonRücken- oder Schultergurt
BasssaxophoneStänder oder Hocker
Sopransaxophonkeine
Sopraninosaxophonkeine

Zu den bekanntesten Herstellern und Modellen von Saxophongurten gehören Brancher, Cebulla, Dyn, Kölbl, Neotech und B&G.

Notenständer

Da du beide Hände und viel Bewegungsspielraum beim Spielen benötigst, legen wir dir den Kauf eines Notenständers ans Herz. Für Anfänger mag es in Ordnung sein die Noten auf dem Tisch liegen zu haben, aber deutlich angenehmer für Rücken und Augen ist die Aufbewahrung auf einem geeigneten Ständer.

Kostenlose Saxophon-Noten findest du übrigens hier.

Silent Bags

Wohnst du in einem Mehrfamilienhaus und willst aber auch nachts deiner Leidenschaft nachgehen? Dann musst du deine Nachbarn entweder bestechen, regelmäßig umziehen oder probierst es mit einem Silent Bag. Dabei handelt es sich um eine Art Sack für das Saxophon, in den du mit den Händen reingreifst um an die Klappen zu gelangen. Beachte dabei jedoch, dass vor allem die tiefen Töne durch die Dämmung verfälscht werden.

Die Handhabung und Wirkung kann man in diesem Video sehr gut erkennen:

Mit etwas Übung kannst du auch lernen, leise Saxophon spielen zu können. Alternativ kannst du vielleicht auch dein Übungszimmer mit Isoliermaterial ausstatten oder auf eine Übungskabine sparen, in der du nach Herzenslust spielen kannst.

Musizieren in Wohnungen

Wenn du nicht auf einen Silent Bag oder ein anderes isolierendes Mittel zurückgreifen und dennoch in einer Wohnung spielen möchtest, solltest du dich an die allgemeinen Ruhezeiten der Hausverwaltung halten. Der BGH hat bereits entschieden, dass ein Musizierverbot oder ähnliche Regelungen unzulässig sind. In dem damaligen Fall hatte eine Eigentümerversammlung beschlossen, dass Singen und Musizieren nur noch zu bestimmten Zeiten in „nicht belästigender Lautstärke und Weise erlaubt sei. Das Gericht schloss sich aber der Meinung eines klagenden Saxophonisten an, dass diese Regelungen viel zu ungenau definiert und damit unwirksam seien. Mehr dazu findest in der Zeitschrift Wohnungswirtschaft und Mietrecht (kurz WuM) aus dem Jahre 1998 auf Seite 738 oder hier.

Stimmgeräte

Wie bei jedem Instrument kommt es auch beim Saxophon auf den Klang an. Hierzu empfiehlt ein Stimmgerät oder eine App für ein Smartphone, die erkennt welchen Ton du gerade spielst. Unter dem Punkt „Das Stimmen des Saxophons“ findest du weitere Hinweise zur Verwendung eines Stimmgerätes.

Saxophon - StimmgeräteWeiterführende Artikel:

Ersatzteile

Auch wenn man noch so gut aufpasst, manchmal fällt ein Mundstück doch leider mal runter. Daher empfehlen wir dir, immer noch ein Mundstück und Blatt inpetto zu haben. Andernfalls kann es sein, dass dein Saxophon quietscht und andere grausige Geräusche von sich gibt.

Achte beim Kauf von Ersatzteilen darauf, dass sie vom gleichen Hersteller stammen, damit die Qualität gleich bleibend ist und du nicht zu sehr umstellen musst.

Die beliebtesten Hersteller

HerstellerHinweise
Conn Saxophone
Conn
Die Marke Conn wurde von Charles Gerard Conn, der 1844 geboren wurde, gegründet nachdem er aus dem aktiven Kriegsdienst ausgeschieden und zunächst im Besitz einer Gemischtwarenhandlung war. Durch Zufall kam ihm allerdings die Idee, ein Kornettmundstück abzupolstern, was auf positive Resonanz in seiner Blaskapelle stieß. Aus dieser kleinen Erfindung wuchs im Laufe der Zeit eine Instrumentenmanufaktur, die auch heute noch zu den besten ihrer Art zählt.

Heute ist Conn leider kein Familienbetrieb mehr, denn seit der Fusion mit dem Instrumentenhersteller Selmer im Jahre 2003, gehört das Label zur Conn-Selmer, Inc.

Beliebte Saxophone aus dem Sortiment von Conn:

  • Conn Tenorsaxophon TS650
  • Conn Bb-Sopran SS650 SS650
  • Conn Eb-Bariton BS650 BS650
Jupiter Saxophone
Jupiter
Das Marburger Unternehmen Jupiter hat es sich zum Ziel gemacht, für jeden Musiker das beste Blasinstrument anzubieten. Daher erstreckt sich das Sortiment von Instrumenten für Anfänger, die vor allem robust und ergonomisch geformt sind, um einen Start ins Musikerleben zu erleichtern, bis hin zu Instrumenten für Profis mit einem riesigen Tonumfang.

Um beiden Kundengruppen gerecht zu werden legt Jupiter großen Wert auf die hochwertige Verarbeitung der Produkte, welche mit der ISO 9001 Zertifizierung bescheinigt wird.

Beliebte Saxophone aus dem Sortiment von Jupiter:

  • Jupiter Alt-Saxophon JP-567GL-W
  • Jupiter JP-769 DJ2 Altsaxofonset
  • Jupiter JP 587 GL-W Tenor Saxophon
Selmer Saxophone
Selmer
Selmer gehört bereits seit Anfang des 20. Jahrhunderts zu den bekanntesten Herstellern von hochwertigen Holzblasinstrumenten, was nicht zuletzt auf die zahlreichen Jazzmusiker wie Louis Armstrong, Coleman Hawkins und Benny Goodman zurückzuführen ist, die alle auf Saxophone und Klarinetten aus dem Hause Selmer schworen.

Inzwischen wurde das Sortiment durch die Übernahme von Firmen wie

  • Vincent Bach,
  • Glasel String Instrument Service
  • Ludwig-Musser und die
  • Lesher Woodwind Company,

um Blechblasinstrumente, Geigen, Schlagzeuge, Oboen und Fagotte erweitert.

Beliebte Saxophone aus dem Sortiment:

  • Selmer 91 Reference Series 54 Tenor-Saxophon
  • Selmer Prelude AS710 Alto Sax
Yamaha Saxophone
Yamaha
Auch die Geschichte von Yamaha begann eher zufällig, als Torakusu Yamaha auf die Idee kam, das Harmonium einer Grundschule in Hamamatsu zu reparieren. An der Konstruktion und Arbeit fand er so großen Gefallen, dass er 1887 die Torakusu Yamaha Company gegründete, die bereits 1892 78 Harmonien im Sortiment führte. Heutzutage finden Musiker dort u. a. Klaviere, Keyboards, Violinen, Celli, Gitarren, Flöten, Posaunen und natürlich Saxophone.

Beliebte Saxophone aus dem Sortiment von Yamaha:

  • YAM BYAS 275 E # 73967 YAMAHA
  • Yamaha YTS-275 Set B-Tenorsaxophon
Yanagisawa Saxophone
Yanagisawa
Anders als Hersteller wie Selmer oder Yamaha hat sich Yanagisawa vollends der Entwicklung, Produktion und dem Verkauf von Saxophonen verschrieben. Seit 1954 erscheinen regelmäßig neue Modellreihen, die sich im Tonumfang, Hochwertigkeit und Vielfalt übertrumpfen.

Beliebte Saxophone aus dem Sortiment von Yanagisawa:

  • Yanagisawa A-992 Bronze Alt Saxophon
  • Yanagisawa Baritonsaxophon B9930
  • Yanagisawa Sopran-Saxophon

Beliebte Saxophone im Test

Zum Abschluss dieses Ratgebers möchten wir dir noch drei Saxophone herstellen, die im Saxophon Test regelmäßig Bestnoten erhalten:

Jupiter JP-769 DJ2 Altsaxofonset

Jupiter JP-769 DJ2 AltsaxofonsetDas Jupiter JP-769 DJ2 Altsaxofonset ist aufgrund des guten Klangs, der ergonomischen Form und der umfangreichen Ausstattung ideal für Einsteiger. Neben einem schwarzem Etui erhältst du sogar das Lehrbuch „Saxofon spielen – mein schönstes Hobby“, einen Gurt und einen Wischer zur Reinigung – so bist du für den Start bestens gewappnet. In Testberichten punktet das Jupiter JP-769 DJ2 Altsaxofonset zudem mit einem super Preis-/ Leistungsverhältnis.

Technische Daten:

  • Stimmung: Eb
  • S-Bogen aus Goldmessing mit Stopper
  • einzeln, höhenverstellbare Seitenklappen
  • einstellbare Gis, tief H-Klappe und Hoch-Fis-Klappe
  • einstellbarer Daumenhaken
  • Preis: 1.098 Euro
Fazit: Sehr gut!

Selmer 91 Reference Series 54 Tenor-Saxophon

Eher für Fortgeschrittene ist das Selmer 91 Reference Series 54 Tenor-Saxophon geeignet, dass in Sachen Material und Bauweise an das Selmer Mark VI angelehnt ist. Ähnlich wie bei der Dreier-Serie wird eine Messing-Legierung genutzt, die den bekannten vollen Klang bzw. die perfekte Intonation gewährleistet.

Technische Daten:

  • Stimmung: Bb
  • Hoch-Fis-Klappe
  • Nostalgischer Klang
  • Etui im Lieferumfang
  • Preis: 6.153 Euro
Fazit: Sehr gut!

Conn Bb-Sopran Saxophon SS650

Conn Bb-Sopran Saxophon SS650Ein guter Kompromiss zwischen einem Sax für Anfänger und Profis ist das Conn Bb-Sopran Saxophon SS650, dass mit knapp 870 Euro deutlich günstiger als die anderen beiden Modelle ist. Dafür erhältst du ein gerades  Saxophon mit Goldlack, einen geraden und gebogenen S-Bogen sowie ein passendes Etui.

Technische Daten:

  • Stimmung: Bb-Sopran
  • Hoch-Fis-Klappe
  • PISONI Polster
  • ideal für Schüler und Anfänger
  • Etui mit Rucksackgarnitur
Fazit: Sehr gut!

Inhaltsverzeichnis

nach oben