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Das Stimmgerät: Ratgeber zum Kauf eines Stimmgerätes

Ein Stimmgerät Die Gitarre gehört zu den beliebtesten Musikinstrumenten. Egal, ob man sich für eine elektrische oder akustische Ausführung entscheidet, mit diesem Instrument ist man in den unterschiedlichsten Musik-Stilrichtungen daheim. Da ist es ganz egal, ob man Rock, Funk, Jazz, Blues oder Reggae spielen will. Damit dabei allerdings auch jedes Riff und jede Melodielinie so klingt, wie sie soll, braucht man ein vernünftiges Stimmgerät. In diesem Artikel wollen wir klären, worauf es bei der Auswahl ankommt.
Hier erfährst du
  • wie ein Stimmgerät Funktioniert
  • worauf du beim Kauf achten musst
  • welches die besten Geräte sind
  • das du auch mit Apps stimmen kannst

Stimmgeräte im Test & Vergleich 2017

Wie funktioniert ein Stimmgerät?

Ganz egal, um was für eine Art Stimmgerät es sich handelt, die Funktionsweise ist immer die gleiche. Das Gerät misst für Bass, elektrische Gitarren oder andere Instrumente die Schwingung der angeschlagenen Saite und zeigt an, ob der Ton bezogen auf die korrekte Stimmung zu hoch oder zu niedrig ist. Ist der Ton zu niedrig, strafft man die Saite so lange, bis sie stimmt. Ist der Ton zu hoch, löst man die Saitenspannung ein wenig. Aus diesem Grund sind Stimmgeräte für alle Tonlagen geeignet, auch Bass, elektrische Gitarren und mehr.

Du fragst dich nun sicher, wie das Stimmgerät (auch Tuner genannt) erkennt, wie du die Saite stimmen musst. Ganz einfach, es misst die Frequenz, mit der die Seite hin und her schwingt. Je höher die Saitenspannung ist, umso höher ist die Frequenz und somit auch der Ton. Umgekehrt gilt dasselbe für niedrige Frequenzen.

Grundlagen zum Stimmen einer Gitarre

Ehe wir uns genauer mit Stimmgeräten und ihrer Funktionsweise auseinandersetzen, schauen wir uns noch einmal kurz die Grundlagen an. Wenn du dich bereits besser mit Gitarren auskennst, kannst du diesen Teil natürlich einfach überspringen.

Das Stimmgerät: Artikel zum Kauf eines StimmgerätesDie Standardstimmung einer Gitarre lautet E-A-D-G-H-E. Das bedeutet, dass du ein E hörst, wenn du die unterste dicke Saite anschlägst. Danach kommt dann das A, dann das D und so weiter. Es gibt noch andere Möglichkeiten, seine Guitar (oder andere Instrumente, wie Ukulele und Co.) zu stimmen. Diese sollen uns an dieser Stelle allerdings erst einmal nicht weiter bekümmern. Um dir die Standardstimmung zu merken, kannst du verschiedene Eselsbrücken verwenden. Anbei zwei Beispiele:

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Achte nur auf die Anfangsbuchstaben und schon hast du die Grundstimmung der Gitarre im Kopf. Für das Stimmen spielt dabei die Frequenz der Saiten eine Rolle. Jeder Saite in Standardstimmung ist eine Frequenz zugeordnet, mit der der Tuner den Ton deiner Gitarre vergleicht. So lassen sich alle Guitar-Varianten, beispielsweise der Bass, perfekt vorbereiten.
SaiteFrequenz
E82,41 Hz
A110,0 Hz
d146,83 Hz
g196 Hz
h246,94 Hz
e82, 41 Hz
Ein normales Stimmgerät geht hierbei vom Standard-Kammerton (440 Hz) aus. Zur Erinnerung: Das ist der Ton, der erklingt, wenn du eine Stimmgabel anschlägst. Mit einigen Stimmgeräten hast du auch die Möglichkeit, deine Gitarre auf einen anderen Kammerton zu stimmen. Man spricht hierbei von Kalibrierung. Welchen Zweck das Ganze hat, erfährst du gleich.

Verschiedene Arten von Stimmgeräten

Verschiedene Arten von StimmgerätenSicherlich hast du schon bemerkt, dass es in Musikgeschäften viele verschiedene Arten von Stimmgeräten gibt. Es gibt große und kleine Ausführungen, beleuchtete und unbeleuchtete, Tuner, die man an der Kopfplatte festklemmt und solche, die man über das Klinkenkabel anschließt. Da ist es am Anfang gar nicht so leicht, das richtige Modell zu finden. Schauen wir uns deshalb zunächst einmal an, worin die Unterschiede denn nun genau bestehen.

Anzeigeformen

Wenn du einmal nur auf die Anzeige achtest, wirst du drei verschiedene Typen finden, LED-, Nadel- und LCD-Tuner. Sie unterscheiden sich hauptsächlich im Design. Die Grundfunktion ist aber die gleiche. In der Mitte einer Frequenzskala befindet sich der korrekte Ton. Ist der gespielte Ton zu hoch oder zu niedrig, schlägt die Anzeigenadel nach rechts bzw. links aus.

LED-TunerNadeltunerLCD-Tuner
Bei dieser Bauweise werden die gemessenen Werte mit einer LED-Anzeige wiedergegeben. Der Vorteil dieser Geräte besteht in ihrer Präzision und der unkomplizierten Bedienung. Ihre Genauigkeit ist allerdings eingeschränkt.Diese elektromechanische Form verwendet man vor allem im Profibereich. Damit kann man selbst minimale Abweichungen eindeutig kenntlich machen. Zusätzlich gibt es häufig eine LED-Reihe, mit der man eine grobe Grundstimmung vornehmen kann.Diese Form entspricht im Wesentlichen dem Nadeltuner. Der einzige Unterschied besteht darin, dass der Nadelausschlag hier über ein LCD-Display angezeigt wird. Das Stimmen wird durch zusätzliche LEDs erleichtert.

Stimmgeräte mit internem und externen Mikrofon

Praktisch alle Tuner, die zum Stimmen von E-Gitarren, E-Bässen, semiakustischen Gitarren, Synthesizern und ähnlichen Geräten verwendet werden, sind mit einer Buchse für ein 6,3mm-Klinkenkabel ausgestattet. So kann der Tuner ganz unkompliziert über das Instrumentenkabel an das Instrument angeschlossen werden. Bei akustischen Gitarren funktioniert diese Anschlussart in der Regel nicht. Hier kommt das integrierte Mikrofon zum Einsatz, das in den Tuner integriert ist. Es nimmt die Schwingungen des Instruments über die Luft auf und zeigt den korrekten Ton an.

Achtung! Unter normalen Bedingungen ist die Nutzung von integrierten Mikrofonen kein Problem. Wenn es jedoch etwas lauter wird, haben sie Schwierigkeiten, den Ton der Gitarre von den Tönen der Umgebung zu unterscheiden.

Kontaktstimmgeräte

Vielleicht spielst du Akustikgitarre in einer Band und kennst das Problem. In diesem Fall solltest du zu einem Kontaktstimmgerät greifen. Du befestigst es einfach an der Kopfplatte deiner Gitarre. Die Frequenz misst es dann direkt über die Schwingungen, die auf das Holz übertragen werden, und nicht über die Schwingungen in der Luft.

Chromatische Stimmgeräte

Chromatische StimmgeräteWenn du dich etwas ausführlicher mit Stimmgeräten beschäftigst, wirst du früher oder später auch über ein chromatisches Stimmgerät bzw. einen chromatischen Tuner stoßen. Ist das Gerät chromatisch, so erkennt es nicht nur die Gitarrensaiten E, A, D, G, H, E, sondern als chromatisches Gerät auch alle dazwischen liegenden Halbtonschritte. Gerade aus diesem Grund erfreut sich ein chromatisches Stimmgerät großer Beliebtheit, da die Flexibilität deutlich höher ausfällt.

Das ist vor allem dann wichtig, wenn du in alternativen Stimmungen wie Dropped D stimmen willst. Auch wenn du deine Gitarre einen Halbton herunter stimmen willst, empfiehlt sich diese Variante.

Besondere Features von elektronischen Stimmgeräten

Bei neueren Stimmgeräten findest du viele praktische Extras, die dir das Stimmen erleichtern. Hier sind vor allem die Kalibrier- und die Mute-Funktion zu nennen. Weitere Extras sind automatische Abschaltfunktionen und Klemmpolster.

FeatureErklärung
KalibrierfunktionMit dieser Funktion kannst du deine Gitarre flexibel an die Stimmungen deiner Mitmusiker anpassen. Das macht zum Beispiel dann Sinn, wenn einer von euch ein Instrument spielt, dass bei einer leichten Abweichung nicht ohne Weiteres umgestimmt werden kann (z. B. ein Klavier). In diesem Fall stellst du den Referenzfrequenzwert deines Stimmgeräts einfach ein paar Hz herauf oder herunter.
Mute-FunktionWenn du häufig auf Bühnen spielst, empfiehlt sich ein Stimmgerät mit einer Mute-Funktion. Das Stimmgerät ist hierbei mit einer Bypass-/Sound-Out-Buchse ausgestattet. Du schaltest es auf der Bühne einfach zwischen deinen Verstärker und dein Instrument. Ohne lästiges Umstöpseln kannst du verzögerungsfrei umstimmen. Damit das Publikum die Stimmtöne nicht hört, verwendest du einfach die Mute-Funktion. Die Bedienung erfolgt ganz bequem über einen Fußschalter.

Die beliebtesten drei Stimmgeräte

Nachdem wir uns mit den Grundlagen beschäftigt haben, schauen wir uns nun auch einmal ein paar Tuner an. In diesem Artikel konzentrieren wir uns dabei auf drei Geräte, die in der Gitarrenszene derzeit sehr beliebt sind.

Eno ET-33 Clip-Tuner

(71 Rezensionen)
Eno ET-33 Clip-Tuner

Besonderheiten

  • Clip bietet gut beleuchtetes leicht lesbares Display
  • Clip um 360° schwenkbar
  • Clip ist ideal für laute Umgebungen geeignet
  • gepolsterter Clip zum Schutz des Instruments
  • automatische Ausschaltung nach 3 Minuten (Stromsparmodus)
  • Clip chromatisch stimmbar

Was bei dem Clip-Tuner von Eno sofort auffällt, sind seine kompakten Tuner-Maße. Das kleine Helferlein ist als praktischer Clip nur ein paar Zentimeter groß und mit einem Preis von gerade einmal 4,49€ (UVP) besonders preiswert. Darüber hinaus weist das kompakte klemmbare Stimmgerät (digital) noch einige weitere praktische Features auf.

Technische Details

  • A4-Frequenz: 440 Hz
  • Stimmbereich: A0 – a6 (27,5 – 1.760 Hz)
  • Maße: 45 x 41 x 30 mm
  • Farbe: Schwarz
  • Stromversorgung: CR2032 Knopfzelle (im Lieferumfang)

Käufer schätzen die kompakten Ausmaße und das große Display des Stimmgeräts, welches digital funktioniert. Auch die einfache Bedienung kommt bei Amazon-Kunden gut an. Es gibt einen Knopf am unteren Rand. Wenn man ihn drückt, schaltet sich das Gerät automatisch an oder aus. Während des Betriebs wählt man damit einfach zwischen den verschiedenen Geräten, die man anschließen kann. Ein weiterer klarer Pluspunkt, den viele Amazon-Kunden hervorheben, ist die Genauigkeit. Innerhalb weniger Augenblicke hat man mit dem Gerät die optimale Saitenspannung gefunden.

Fazit: Absolut empfehlenswert.

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KORG GA-1 Stimmgerät

(281 Rezensionen)
KORG GA-1 Stimmgerät

Besonderheiten

  • eingebautes Mikrofon im KORG Stimmgerät
  • mit 6,3mm-Klinkenbuchse ausgestattet
  • Referenztonausgabe
  • sparsamer Verbrauch des KORG-Stimmgerätes
  • für Gitarren mit bis zu sieben Saiten und Bässen mit bis zu sechs Saiten geeignet

Das KORG GA-1 Stimmgerät ist ein weiterer praktischer Tuner, den man jedem Gitarristen nur wärmstens ans Herz legen kann. Man verbindet das KORG-Produkt entweder über ein handelsübliches 6,3mm-Klinkenkabel mit seiner Gitarre oder nutzt das integrierte Mikrofon. Ein großer Vorteil dieses KORG-Modells besteht darin, dass man es auch zur Stimmung von siebensaitigen Gitarren verwenden kann. Zudem kann man sich einen Referenzton zum einfacheren Stimmen ausgeben lassen. Ein weiteres tolles Feature ist die Flat-Tuning-Funktion. Da kann man seine Gitarre auch mit heruntergestimmter Saitenlage ganz einfach stimmen.

Technische Details

  • A4-Frequenz: 440 Hz
  • Stimmbereich: B0 (23,12 Hz) B6 (1975,74 Hz)
  • Maße: 102 x 59 x 16 mm
  • Farbe: Schwarz
  • Stromversorgung: CR2032 Knopfzelle (im Lieferumfang)
  • Gewicht: 72g (inkl. Batterien)
  • Lebensdauer der Batterien: 1.100 Stunden (2 Mikrozellen, 3V)

Amazon-Kunden loben auch dieses Gerät in den nächsten Tönen. Hier überzeugt nicht nur die einfache Bedienung, sondern auch das elegante Gehäuse. Ein weiterer Vorteil, den viele Käufer hervorheben, ist das Display. Es ist besonders groß und übersichtlich gehalten. Ganz einfach erkennt man darauf den Stimmbereich. Mit dem eingebauten Mikrofon kann man sogar akustische Gitarren stimmen. Ein kleiner Nachteil besteht lediglich darin, dass das Display nicht beleuchtet ist, die LEDs bieten aber auch bei gedämpften Licht eine gute Orientierung.

Fazit: Voll und ganz empfehlenswert. Vor allem Besitzer von siebensaitigen Gitarren werden sich über den großen Funktionsumfang freuen.

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AT-300 B Tuner

(62 Rezensionen)
AT-300 B Tuner

Besonderheiten

  • tolles, helles Display
  • einfach in der Handhabung
  • chromatischer Tuner
  • großer Stimmumfang
  • sehr dynamisch

Das AT-300B Stimmgerät ist ein weiterer praktischer Tuner, der mit einem Clip unkompliziert an der Gitarre befestigt werden kann. Was daran gleich auffällt, ist das große Display und die einfache Bedienung. Man muss nur den großen On/Off-Schalter drücken und schon leuchtet das Display auf. Dann schlägt man die Saiten an und der Tuner zeigt an, ob die Stimmung stimmt. Ein Vorteil beim AT-300B Stimmgerät besteht darin, dass er chromatisch ist. Dadurch kann man ihn auch bei tieferen Saitenlagen nutzen. Weiterhin überzeugt hier der extrem große Stimmumfang.

Technische Details

  • A4-Frequenz: 440 Hz
  • Stimmbereich: A0 (27,5 Hz), C8 (4.186.00 Hz)
  • Maße: 14,6 x 9,6 x 2,6 cm
  • Farbe: Schwarz
  • Stromversorgung: 2023 Batterie (im Lieferumfang enthalten)
  • Gewicht: 24g

Amazon-Käufer loben vor allem die Dynamik des Stimmgeräts. Es spricht sofort auf gespielte Töne an, sodass man sehr genau und schnell stimmen kann. Auch die einfache Bedienung wurde von vielen Nutzern positiv hervorgehoben. Man braucht nur eine einzige Taste, um einzuschalten, auszuschalten und zwischen den verschiedenen Modi hin- und herzuwechseln. Dabei überzeugte nicht zuletzt die geringe Größe des Geräts. Man kann es ganz unproblematisch in der Gitarrentasche mitführen.

Fazit: Durchweg empfehlenswert. Für alle geeignet, die es gern unkompliziert mögen.

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Die Gitarre mithilfe von Apps stimmen

In den folgenden Kapiteln wollen wir uns einmal mit der Frage beschäftigen, welche Möglichkeiten du noch hast, wenn du deine Gitarre stimmen willst. Zunächst wollen wir dabei einen Blick auf das Smartphone werfen. Mittlerweile gibt es viele Apps, mit denen sich die Gitarre ganz einfach stimmen lässt. Wir schauen uns zwei davon mal etwas genauer an. Dabei handelt es sich um n-Track Pro für Android und das Stimmgerät Lite by plusadd für iOS.

Der n-Track-Pro-Tuner für Android

Der n-Track-Pro-Tuner für Android ist die ideale Lösung, wenn du ein zuverlässiges Stimmgerät suchst, dass du immer am Mann tragen kannst. Du musst das Gerät einfach nur neben deine Gitarre legen und die einzelnen Saiten anspielen. Wenn ein grüner Balken erscheint, stimmst du die Gitarre tiefer. Siehst du einen roten Balken, musst du die Saitenspannung erhöhen. Auch das manuelle Stimmen ist hier kein Problem. Mit der Ansicht „Diapason“ kannst du dir einen Referenzton vorspielen lassen und die restlichen Seiten danach stimmen.

Zusätzliche Funktionen:

Darüber hinaus bietet dir die App noch viele weitere Features. So kannst du durch einfaches Antippen die Visualisierungen der Spektrumsanalyse anpassen. Auch die Stimmempfindlichkeit stellst du hier auf deinen individuellen Bedarf ein. Ein weiterer großer Vorteil besteht darin, dass du die App nicht nur für Gitarren verwenden kannst. Wenn du nach andere Instrumente wie z. B. eine Violine, eine Viola, ein Violencollo, einen Kontrabass, ein Klavier, eine Ukulele oder ein Blasinstrument besitzt, kannst du auch das ganz einfach stimmen.

Nutzermeinungen:

Die Nutzer der App heben vor allem ihre Genauigkeit und die ansprechende visuelle Präsentation hervor. Auch als Anfänger wirst du dich hier bestens zurechtfinden.

Das Stimmgerät Lite by plusadd für iOS

Ein weiteres praktisches Stimmgerät für das iPhone ist das Stimmgerät Lite by plusadd. Damit kann man sein Instrument auch mit dem iPad stimmen, völlig egal, ob es sich dabei um eine akustische Gitarre, eine elektrische Gitarre, einen Bass, ein Holz- oder ein Blechblasinstrument handeln. Auch die schnelle und exakte Stimmung von Klavieren, Kesselpauken, Ukulele und anderen Instrumenten ist damit kein Problem. Die Funktionalität überzeugt voll und ganz.

Zusätzliche Funktionen:

Das Stimmgerät Lite by plusadd verfügt neben der grafisch ansprechenden Nadelanzeige über eine Reihe von Zusatzfunktionen. Hierzu zählen eine Stimmpfeife, ein Tongenerator, eine automatische Referenzton-Kalibrierung und ein veränderbares Hintergrundbild. Damit bist du jederzeit bestens ausgerüstet, wenn du auf deiner Gitarre spielen willst.

Nutzermeinungen:

Nutzer heben vor allem die Genauigkeit des Geräts hervor. Jeder Ton wird präzise angezeigt. Darüber hinaus überzeugt hier auch die übersichtliche Gestaltung. Selbst wenn du dich noch nicht so genau mit Gitarren und Stimmgeräten auskennst, wirst du dich schnell zurechtfinden. Ein kleiner Nachteil besteht lediglich darin, dass das Stimmgerät Ruhe braucht, um korrekt zu funktionieren. In lauteren Umgebungen wie z. B. bei Orchesterproben kann es nicht mehr genau zwischen dem eigenen Instrument und anderen Instrumenten unterscheiden.

Gitarre Stimmen: so geht’s

Gitarre Stimmen: so geht’sNachdem du dich nun bestens mit den verschiedenen Techniken auskennst, die bei Stimmgeräten zum Einsatz kommen, wenden wir uns der Praxis zu. Anhand dieser kurzen Checkliste kannst du dich beim Stimmen deiner Gitarre immer ganz einfach orientieren. Dann mal los:

  • Schalte das Stimmgerät ein.
  • Wenn es sich um ein Gerät mit einer Klinkenbuchse handelt, verbinde es über dein Instrumentenkabel mit der Gitarre. Alternativ klemmst du es an der Kopfplatte an oder legst es neben deiner Gitarre ab.
  • Schalte das Gerät ein und prüfe, ob der Referenzton bei 440 Hz eingestellt ist.
  • Überprüfe, ob das Gerät auf die Standardstimmung E-A-D-G-H-E eingestellt ist.
  • Spiele die tiefe E-Saite an und achte auf den Ausschlag der Nadel. Ist der Zeiger links von der Mitte, musst du deine Gitarre höher stimmen. Ist die Nadel zu weit rechts, stimmst du sie herunter. Befindet sich die Nadel genau in der Mitte, gehst du zur nächsten Saite über. Das Gleiche wiederholst du mit allen anderen Saiten.

Was tun, wenn es trotzdem schief klingt?

Du hast alle Saiten durchgestimmt und die Akkorde hören sich noch immer schief an? Dafür kann es mehrere Gründe geben. Wenn du gerade erst frische Saiten aufgezogen hast, sind sie unter Umständen noch nicht richtig gedehnt. Wiederhole den Stimmvorgang in diesem Falle einmal und dehne die Saiten nach jedem Durchgang ein wenig (Bending). Wiederhole das solange, bis die Saite auch danach noch korrekt klingt. Nun sollten sie sich optimal angepasst haben und bereit zum Bespielen sein.

Ein weiterer Grund für eine verstimmt klingende Gitarre kann auch die Temperatur sein. Das Holz, aus dem deine Gitarre besteht, ist nämlich kein toter Werkstoff. Er nimmt noch immer Feuchtigkeit aus der Luft auf und gibt sie ab. Besonders gravierend ist dies im Winter, wenn kalte Luft eindringt. Der Hals verzieht sich dann ein bisschen, was sich wiederum auf die Saitenspannung auswirkt. Gib deiner Gitarre deshalb immer ein wenig Zeit, sich zu akklimatisieren. Generell solltest du aber auch darauf achten, deine Gitarre nicht zu lange in der Kälte stehen zu lassen und sie keiner direkten Zugluft auszusetzen. Wenn der Hals zu großen Spannungen ausgesetzt ist, bilden sich mit der Zeit Risse im Holz, die schlimmstenfalls dazu führen können, dass er bricht. Zur Sicherheit verstaust du deine Gitarre an kalten Tagen deshalb im Gitarrenkoffer.

Weitere Tricks zum Stimmen deiner Gitarre

Ab und an wird es vorkommen, dass du als Zubehör weder ein Stimmgerät noch eine App dabei hast, um deine Gitarre zu stimmen. Doch auch für diesen Fall gibt es Möglichkeiten für Musik-Fans. Gib zum Beispiel auf einer Videoplattform wie Youtube einfach mal Guitar Tuning ein. Schon bekommst du Dutzende von Guitar Videos mit Referenztönen angezeigt. Höre genau hin und stimme deine Gitarre so, dass ihre Klänge den im Video abgespielten Tönen entsprechen. Genau diesen Trick kannst du im Übrigen auch als Metronom einsetzen. Wem das eigene Metronom fehlt, findet online zahlreiche Metronome, die als Alternativprodukte über Videos fungieren und dir beim Eintakten helfen.

Darüber hinaus hast du auch die Möglichkeit, deine Gitarre ganz ohne Stimmgerät zu stimmen. Hierfür verwendest du sogenannte Flageolett-Töne. Dabei handelt es sich um besonders hohe Töne, die entstehen, wenn du den Finger nur ganz leicht auf der Saite hältst, während du sie anschlägst. Du darfst sie aber nicht an einer beliebigen Stelle auf die Saite auflegen, sondern nur über bestimmten Bünden. In diesem Video siehst du, wie es geht.

Wir hoffen, dir hat unsere kurze Einleitung zum Thema Gitarrenstimmgerät gefallen. Du solltest nun genügend Grundkenntnisse haben, um ein passendes Modell und passendes Zubehör auszuwählen und deine Gitarre korrekt zu stimmen. Viel Spaß beim Üben!

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