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Das Cajon: Ratgeber zum Kauf eines Cajons

CajonDas Cajon war einst als Sklaveninstrument bekannt und erfährt eine wahre Revolution auf dem Musikmarkt. Nur mit dem richtigen Geschick und etwas künstlerischem Verstand kann man diesem besonderen Instrument aus Südamerika die richtigen Töne abverlangen. Ob selbstgemacht oder im innovativen Design – das Cajon zählt zu den beliebtesten Rhythmusinstrumenten im Bereich Percussion.
Fakten zum Cajon
  • alles über das Cajon
  • Aufbau und Funktionsweise
  • worauf du beim Kauf achten solltest!
  • welches die besten Cajons sind

Cajon im Test & Vergleich 2017

Geschichte des Cajons

Cajon-MusikinstrumentDas Cajon hat seinen Ursprung in Südamerika und war nicht wirklich als Musikinstrument vorgesehen. Sklaven aus Afrika entdecken den Klang von Transportkisten, die eigentlich für Fische oder Orangen vorgesehen waren. Die traditionellen Trommeln wurden den Sklaven entwendet, die jedoch den Rhythmus im Blut nicht verloren haben. Trommeln begleiten die afrikanische Kultur in allen Lebensbereichen. Sie besitzen eine Bedeutung in der Gemeinschaft und vermitteln gleichzeitig das Gefühl von Zusammengehörigkeit. Um Sklavenaufstände zu verhindern, entwendete man die Trommeln. Ersatz war jedoch bald gefunden.

Die ersten Cajons gehen auf Peru und Kuba zurück. Mittlerweile werden die Kisten als offizielle Musikinstrumente weltweit hergestellt. Anfänglich handelt es sich um eine typische afro-peruanische Bauweise, bei der die Schlagplatte nur lose verschraubt wurde. Mit der Zeit kam ein Schnarr-Mechanismus zu diesem Instrument hinzu. Dieser Mechanismus war bereits bei europäischen Militärtrommeln oder bei arabischen Rahmentrommeln bekannt. Daneben findet die Bauweise bei den ähnlichen brasilianischen Caixas Verwendung. Seit den späten 70er Jahren hat sich diese Bauform etabliert und ist zu einem festen Bestandteil in Flamenco Bands geworden.

Über den Flamceno hinaus haben sich die Cajons zu einem Percussion-Instrument etablieren können. Es imitiert Funktionen, die auch an einem Schlafzeug zu finden sind. Allerdings benötigt es deutlich weniger Aufwand und ist einfach zu transportieren. Mittlerweile gibt es komplette Cajon Sets. Vom Aufbau und Spielgefühl her sind sie einem Schlagzeug sehr ähnlich. Der Trend des Cajons hat sich jedoch auf die elektronische Schiene weiter ausgebaut. So findest Du den besonderen afro-peruanischen Sound der Cajons mittlerweile auch bei E-Drums, indem sie als Sample getriggert werden.

Verwendung in der Musik

Das Cajon kommt ursprünglich im Flamenco zum Einsatz und galt seither als beliebtes Rhythmusinstrument. Mittlerweile hat sich der Einsatz auf alle Musikrichtungen ausgeweitet. So bietet sich das Cajon selbst im elektronischen Bereich Drum & Bass an. Erst ist es hier für die Bass Drum und Snare des Schlagzeugs, wobei es teilweise noch elektronisch verzerrt wird. Eigentlich in der akustischen Musik ansässig breitet sich der Einsatz des Cajons sogar auf Rock, Pop und auch den Folk-Rock-Bereich aus. Der Vorteil: Es ist deutlich leichter und schneller aufgebaut als das Schlagzeug. Kombinationen gibt es mit anderen Percussionsinstrumenten, wie beispielsweise Shaker, Schellenkranz oder Hi-Hat. Wie gut das Cajon Drum & Bass imitieren kann, siehst Du hier:

Nicht nur in Deutschland gibt es zahlreiche Bands und Straßenmusiker, die das Cajon in ihren Stil mit aufgenommen haben. Zu den bekanntesten Musikern gehören vor allem:

  • Martin Röttger
  • Kevin Keller
  • Conny Sommer
  • Heidi Joubert

Martin Röttger (http://www.martinroettger.de/) ist dabei nicht nur als Musiker, sondern gleichzeitig als Trainer bekannt. In seinen Büchern zur Cajon Schule lernst Du Schritt für Schritt die ersten Schlagrhythmen mit dem neuen Instrument. Er trat bereits in verschiedenen Formationen aus und ist in den Bereichen Blues, Rock und Boogie tätig. Bekannte Bands in diesem Zusammenhang sind Urban Beach, Blues Culture oder Eight to the Bar.

Conny Sommer ist ebenso deutscher Musiker und veröffentliche einige Lehrbücher und DVDs zum Thema Cajon. Seine Gruppe Matamá ist in der Flamenco Szene tätig, wobei er auch in Musicals und anderen Musikstücken zu sehen war. Ebenso bekannt ist das Trio Cajon, das unter Andy Schoy das besondere Instrument in den Stil mit aufnimmt. Auch er bringt viel Bühnenerfahrung mit sich.

Etwas schwieriger scheint es, das Cajon in modernen Musikstücken zu finden. Dennoch gibt es einige Künstler, die zumindest kleine Elemente mit diesem Instrument abdecken. Die Musiker von Boyce Avenue haben bereits viele Songs gecovert und die Drums in ihrem Video mit einem Cajon nachgespielt. Kaum ein Unterschied zu erkennen oder?

Cajon Cover: Leona Lewis – Better in Time

Aufbau und Funktionsweise

Obwohl das Cajon zu den Rhythmus- und Trommelinstrumenten gehört, weist es keine typische Bauweise aus. Anstatt einer Bespannung mit Fell oder Folie dienen Holzplatten als Schlagfläche. Somit wird die Bauweise zu einem spezifischen Kennzeichen des Cajons. Der Korpus ist ebenso aus Holz gefertigt und kann mit anderen Materialien in Verbindung gebracht werden. Je nach Modell sind auch andere Bauweisen mit anderen Stoffen in Verwendung. Grundsätzlich unterschreibt zwei Bauweisen:

  • afro-peruanische Bauform

kommt hauptsächlich im spanischen Flamenco zum Einsatz

  • kubanische Bauform

dient in speziellen Rumbaformen

Im Flamenco wurde die afro-peruanische Bauweise zusätzlich weiterentwickelt, sodass verschiedene Modifikationen entstanden sind. Hier gibt es einen kleinen Snare-Effekt, der auch als Schnarr-Effekt bezeichnet wird. Er erinnert an den Klang der traditionellen Snaredrum am Schlagzeug. Hierbei verlaufen umwickelte Stahlseite direkt anliegend an die Schlagplatte. Eine andere Möglichkeit sind Snare-Teppiche oder Teppichsegmente. Mit spiraligen Drähten oder Metallzungen-Fächern kann ein ähnlicher Effekt erzeugt werden. Alle Systeme werden mechanisch ausgelöst, indem ein Schlag auf die Platte genügt. Die Platte gelangt in Schwingung und lässt die Metallelemente mitklingen.

Cajon-Arten

Gespielt wurden die Cajons wie auch andere Trommeln ursprünglich sitzend auf einem Schemel, der zwischen die Schenkel geklemmt wurde. Heute ist es durchaus üblich, auf dem Cajon zu sitzen. Dabei steht die breitere Seite hochkant und der Musiker setzt sich auf den schmaleren Bereich. Doch auch hier gibt es wieder eine Ausnahme. Insgesamt wird zwischen zwei Spielweisen unterschieden. Entweder sitzt DU auf dem schmalen oder auf dem breiten Bereiche. Beide Varianten wirken sich auf die Spielweise und den Klang aus:

  • Bass-Cajon: Das besonders tiefe Cajon, was auch als Bass-Cajon bekannt ist, spielst Du mit der breiteren Seite aus dem Boden. Dabei platzierst Du eines deiner Beine in der Mitte der vorderen Holzplatte. Somit teilst Du das Cajon in zwei Spielflächen. Mit deiner rechten Hand erzeugst Du dann die Basstöne.
  • Übliches Cajon: Im säulenförmigen Aufbau steht dein Cajon auf der schmalen Seite. Du setzt dich also auf den Kistendeckel und nimmst die Vorderseite der Kiste zwischen deine Beine. Die höheren Töne werden hier am oberen Rand der Kiste geschlagen. Die Bassregion befindet sich etwas tiefer auf dem Deckel. Du kannst natürlich auch mit Deiner Ferse den Deckel etwas bedämpfen und somit den Ton modulieren. Es entsteht der bekannte Snare-Ton.

Cajons sind vor allem wegen ihrer Klangfarbe sehr beliebt. Allein durch den Aufbau, das Material und die Schlagplatte entstehen die besonderen Töne. Zusätzliche Metallelemente erfüllen den Snare-Effekt am Cajon. Je größer das Cajon gebaut ist, desto tiefer kann der Basston ausfallen. Je nach Dimension des Schallochs ist der Basston sehr Druckvoll und eingängig. Inzwischen gibt es auch Cajons, die mit einer Fußmaschine und einem Schlägel bedient werden. Somit ersetzten sie die eigentlich Bassdrum am Schlagzeug und können einfach herumgetragen werden. Vergleicht man den Klangcharakter der Cajons mit einer bespannten Felltrommel, so ist er sehr trocken ausgeprägt und hölzern. Verbinden man diesen Klang mit anderen unverstärkten Instrumenten, kann eine hervorragende Akustik-Komposition entstehen.

Cajonkauf – was muss ich beachten?

Beim Cajonkauf gibt es einige wichtige Dinge zu beachten. Neben dem Hersteller kommt es auch auf Materialien und Verarbeitung an. Die wichtigsten Punkte beim Kauf eines Cajons sind deshalb:

  • Material
  • Holzart
  • Klangbereiche
  • Verarbeitung
  • Snare-Sound
  • Marke
  • Mikrofon

Marke: Marken gibt es viele verschiedene in diesem Bereich, wobei viele Unternehmen davon aus Spanien oder Südamerika kommen. Die größten Marken mit Vertrieb sind hier:

  • Schlagwerk
  • Meinl
  • Tres Lados
  • Leiva
  • Sela
  • Pepote

Zusatzfunktionen: Hier gibt es eine besonders große Auswahl mit viele Zusatzfunktionen. Die Modelle von Meinl sind beispielsweise mit einem großen Knopf an der Seite versehen, um die Spannung des Teppichs im Inneren besser abzustimmen. Manche Musiker sind davon jedoch weniger überzeugt.

Holz: Bei Schlagwerk gibt es jede Menge Auswahl für Allrounder oder für spezielle Musiker. Unterschieden wird vor allem nach den Hölzern auf der Schlagfläche. Einfachste Modelle sind mit Buchenholz ausgestattet. Andere Cajons zeigen hochwertiges Wurzelholz, das vor allem sehr robust und stark ist.

Wichtig: Auch zwei Cajons mit den gleichen Hölzern können vollkommen unterschiedlich klingen!

Kaufkriterien Cajon

Sound: Die Cajons von Tres Lados sind beispielsweise für ihren differenzierten Sound bekannt. Das bedeutet: Wenn Du den Bass anschlägst, dann klingt nicht automatisch der Snare Sound mit. Anfänger sollten mit klar voneinander abgegrenzten Klangbereichen beginnen. In Kombination mit einem kleinen Snare-Sound sind die Modelle für vielseitige Musikrichtungen und nicht nur für den Flamenco einsetzbar. Sie sind meist mit der Bezeichnung 2 in 1 zu finden.

Mikrofon: Wer nicht nur akustisch spielen will, sondern seinen Sound gern aufnehmen möchte, benötigt noch das richtige Mikrofon. Hier gibt es unterschiedliche Klippmikrofone, die einfach an das Schalloch der Cajons angebracht werden. Sie wurden ursprünglich für Saxophone entwickelt, dienen jedoch auch bei diesem Instrument optimal. Die genaue Position ermittelt man am besten durch Ausprobieren. Einfach anklippen und schon kann es losgehen. Die meisten Mikrofone dieser Art benötigen jedoch eine Phantomspeisung. Diese muss der Verstärker also vorweisen, oder Du greifst auf das passende Mischpult zurück.

Besonderheit: Es gibt Cajons mit einer schrägen Schlagfläche an der Vorderseite. Damit verhinderst Du als Musiker unnötige Rückenschmerzen nach dem Spielen.

Design: Immer mehr Firmen legen besonders viel Wert auf Design. Dabei geht es bei einem Cajon hauptsächlich um die Verarbeitungsqualität und die Klangqualität. Auch mit dem besten Design kann ein Cajon schlecht klingen. Zusätzlich bieten manche Hersteller weitere Spielflächen an den Seiten. Damit kannst Du die Flexibilität des Cajons deutlich erhöhen.

3 Cajons im Vergleich

Einsteiger: J.Leiva Zoco

( Rezensionen)
Einsteiger: J.Leiva Zoco

Besonderheiten

  • Korpus besteht aus Buchen-Sperrholz- Schlagbrett aus russischer Birke- Snare-Ansprache lässt sich modulieren
  • enthält 4 verbaute Gitarrensaiten
  • Spannung der Saiten über Regler veränderbar
  • Handgebaut in Spanien
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inkl 19% MwSt

Fortgeschrittene: Sela CaSela

(13 Rezensionen)
Fortgeschrittene: Sela CaSela

Besonderheiten

  • Korpus aus Birke und Ahorn- Spielfläche aus Zebrano-Furnier- Snare-Konstruktion zum Herausnehmen
  • Snare veränderbar durch ein Stück Schaumstoff
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inkl 19% MwSt

Profis: Pepote Fiesta

(1 Rezensionen)
Profis: Pepote Fiesta

Besonderheiten

  • Schlagbrett aus Ebenholz- Korpus aus Birke- besonders edel verarbeitet
  • hochwertige Handarbeit
  • 8 Snare-Spiralen sind selbst gedreht
  • sensible Ansprache
  • Snare-Sound über Schraube veränderbar
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Cajon lernen: so klappts

Mit dem Kauf des Cajons solltest Du natürlich auch das Spielen beherrschen. Viele Musiker beschreiben die ersten Übungen als besonders einfach zu lernen und zu verstehen. So kann das Cajon mit anderen Trommelinstrumenten verglichen werden. Notenkenntnisse sind nicht zwingend erforderlich. Was Du jedoch brauchst: Taktgefühl! Für die ersten Töne aus dem Cajon brauchst Du nicht viel. Mithilfe einer CD oder DVD kannst Du Dir die Grundbegriffe und die Grundübungen aneignen. Viele Musiker präsentieren ihre Tutorials auch auf Youtube. In diesen beiden Videos findest Du die ersten Schritte mit dem Cajon und ein erstes Tutorial mit klassischen Showeffekten für Fortgeschrittene.

Erste Schritte mit dem Cajon

Cajon Tutorial mit Showeffekten

Wer das Cajon nicht alleine lernen möchte, kann sich einem Workshop anschließen. Hier lernst Du gemeinsam mit anderen Interessenten das Instrument kennen und wirst Deine ersten Schläge ausprobieren. Der Vorteil bei einem Workshop ist das Zusammenspiel. Von den anderen Teilnehmern wirst Du ermutigt und animiert. Außerdem kannst Du direkt ausprobieren, wie ein Cajon im Sound mit anderen klingt. Daneben gibt es einige Bücher, die das Üben zu Hause erleichtern könnten:

  • World Of Percussion: Cajón: Die neue Percussion-Schule für Anfänger – find your beat!. Cajon. Lehrbuch mit CD
  • Martin Röttger’s Cajon Schule + CD + DVD: Der schnelle und leichte Einstieg ins Cajonspiel
  • Kräsch! Bum! Bäng! Cajón für Kinder

Cajon selber bauen: eine kleine Anleitung

Ein Cajon kann man nicht nur kaufen, sondern durch die einfache Konstruktion auch problemlos selbst bauen. Hierfür gibt es ausführliche Bauanleitungen, die eine genaue Vorgabe an Teilen und Zuschnitte enthalten. Eine andere Möglichkeit ist der Bausatz. Hier sind bereits alle Teile vorgefertigt enthalten und müssen lediglich noch zusammengesetzt werden. Je nach Bausatz harmonieren die Teile so gut zusammen, dass das Cajon in wenigen Handgriffen perfekt aufgebaut ist. Dafür sind die Bretter mit Nut und Feder vorgefertigt, sodass sie nur noch zusammengesteckt werden müssen. Großer Vorteil beider Varianten: So lässt sich ein Cajon nicht nur günstiger bekommen, sondern Du kannst es auf Deine persönlichen Vorlieben abstimmen.

Cajon selber bauen

Es stellt keine große Herausforderung dar, ein Cajon einfach selbst zu bauen. Mit etwas handwerklichem Geschick und den richtigen Materialien gelingt der erste Versuch. Auch hier gibt es wieder mehrere Möglichkeiten. Entweder probierst Du Dich als Bastler selbst in der eigenen Werkstatt aus oder Du schließt Dich einem Workshop an. Im Workshop zeigt ein erfahrener Musiker die Bauanleitung vor und hilft bei wichtigen Fragen oder Problemen. Nur mit großer Sorgfalt und Geduld kannst Du am Ende sichergehen, dass dein Cajon gut aussieht und sich auch gut bespielen lässt.

Materialien:

  • 6 Holzplatten
  • Leisten
  • Holzleim
  • Holzschrauben
  • Stichsäge
  • Schleifpapier
  • Bleistift
  • Lineal
  • Schraubendreher
  • 4 Standfüße
  • Snare-Teppich
  • Lack

Die meisten Materialien sind einfach im Baumarkt zu erwerben. Der Snare-Teppich ist im Musik-Shop erhältlich, wobei hier auch dicke Gitarrensaiten verwendet werden können.

Anleitung:

  1. Du benötigst vier gleichgroße Platten für vorn, hinten und an den Seiten. Daneben werden zwei große Platten für den oberen und unteren Abschluss benötigt. Aus einer großen Platte kannst Du die einzelnen Teile selbst ausschneiden. Eine andere Möglichkeit wäre, die Teile direkt im Baumarkt oder beim Tischler zuschneiden zu lassen. Die Teile müssen perfekt zueinander passen, damit später ein guter Klang entstehen kann.
  2. Die Platte für den hinteren Bereich benötigt eine Öffnung für den Bassreflex. Hierbei handelt es sich um ein Loch, das etwa so groß wie Dein Handteller sein sollte. Je nach Größe des Cajons kann die Öffnung natürlich auch variieren. Die Seitenplatten verleimst Du danach mit den Platten für den Boden und den Deckel. Etwas Pressdruck hält die Teile perfekt zusammen, während der Leim trocknet.
  3. Der Snare-Teppich hält über die Leisten im Inneren fest. Am besten schraubst Du die Leisten mit Holzschrauben fest. Somit können sie nicht rosten. Denke daran, dass der Snare-Teppich seitlich am Cajon angebracht werden muss.
  4. Sobald alle Teile miteinander verleimt und fixiert sind, schleifst Du den Körper mit etwas Sandpapier ab. Achte darauf, dass Du mit einem gleichmäßigen und nicht zu starken Druck arbeitest. So kannst Du eine feine und vor allem weiche Oberfläche gestalten, damit Du dir beim Spielen später keine Splitter in die Haut einziehst oder andere Verletzungen davon trägst.
  5. Entferne nach dem Schleifen gründlich den Schleifstaub von allen Seiten. Nun kannst Du das Instrument individuell bemalen. Für den natürlichen Look wählst Du einfach etwas Holzöl oder eine Glasur. Somit kannst Du die Maserung bei einem bestimmen Holz beibehalten.
  6. Zum Schluss bringst Du noch die Standfüße an Deinem Cajon an. Achte darauf, dass es sich um rutschfeste Füße handelt. Nur so kannst DU das Cajon später auch auf einem glatten Untergrund spielen und hast dennoch einen guten Halt.

Weitere Anleitung mit den passenden Bauzeichnungen und Maßen sind zum Beispiel hier zu finden:

Ein Cajon selbst bauen ist nicht nur vorteilhaft und preisgünstig, sondern kann durchaus viel Spaß bedeuten. Das Cajon gehört dabei zu den wenigen Musikinstrumenten, die man wirklich selbst bauen kann und dabei ein individuelles Design kreiert. Wer sich die Zuschnittarbeiten und das Besorgen der Materialien sparen will, entscheidet sich einfach für einen Bausatz. Auch hier bekommst Du günstige Alternative zwischen 35 und 50 Euro, um Dein Cajon einfach selbst zusammenzustellen. In der gleichen Preisspanne liegen die Einzelteile, wenn Du sie im Baumarkt oder im Musikshop besorgen musst. Vorteile beim Bausatz: Die Zuschnittarbeiten sind bereits fertig, die Teile vorgefertigt und müssen nur noch zusammengesetzt werden. Was gibt es hier zu beachten?

  • Prüfe beim Bausatz, ob wirklich alle Teile vorhanden sind. Außerdem prüfst Du die Teile auf Schäden oder mögliche Fehler. In diesem Fall muss der Bausatz dringend ausgetauscht werden. Jeder Fehler kann sich später negativ auf den Klang auswirken.
  • Manche Bausätze sind speziell für Kinder ab acht Jahren ausgelegt. So können sie mit Spaß das Instrument selbst herstellen und sich vor allem auch selbst gestalten.
  • Lieferumfang und Bauweise unterscheidet sich zwischen den Anbieter. Aus diesem Grund sollte man vorher wissen, welchen Bausatz man auswählen möchte.
  • Achte stets auf die Bauanleitung, wie die Teile zusammengefügt und verbunden werden. Oft sind die Platten mit Nut und Feder versehen für einen noch besseren Halt. Außerdem sind die Trocknungszeiten des Leims zu beachten, da es sonst zu Verschiebungen kommen kann.
  • Der Snare-Teppich muss ganz festgeschraubt werden und darf an der Leiste nicht wackeln. Das kann zu komischen Nebengeräuschen beim späteren Spielen führen. Das Gleiche gilt für die Schlagplatte. Auch hier ist äußerste Vorsicht geboten.

Viele größere Marken und Firmen haben nicht nur verschiedene Cajons im Angebot, sondern bieten den Kunden gleichzeitig einen passenden Bausatz. Zusätzlich gibt es genaue Anleitungen im Internet, wie bei diesem Modell von Snare:

Cajon Zubehör: für den richtigen Klang

Für ein Cajon gibt es viel Zubehör. Welche Teile davon wirklich gebraucht werden, musst Du für dich selbst entscheiden. Immerhin nimmt das Zubehör beispielsweise Einfluss auf Dein Spiel oder auch auf den Klang. Besonders wichtig ist eine Transporttasche. Somit kann das empfindliche Instrument nicht beschädigt werden. Gerade die Schlagplatte sollte stets intakt bleiben und ist auch bei Nichtbenutzung in der Tasche gut aufbewahrt. Das passende Zubehör macht das Spielen angenehmer oder vergrößert auch die verschiedenen Möglichkeiten der Klänge. Für ein komfortables Spielen sind deshalb einige Zubehöre unverzichtbar. Ein besonderer Hersteller in diesem Zusammenhang ist Schlagwerk. Das Unternehmen stellt nicht nur Cajons seit vielen Jahren in Tradition her, sondern hat auch verschiedenes Zubehör mit der Qualität aus Deutschland. Im gleichen Rahmen kann Meinl genannt werden. Folgendes Zubehör kann für Dich sinnvoll sein:

ZubehörBesonderheiten
Sitzauflage
  • es gibt dünnere oder dickere Varianten- erhöhen den Sitzkomfort beim längeren Spielen- hohes Maß an Bequemlichkeit
Hand Cajon Shaker
  • Handbandage mit Shaker-Element- kann aus zwei Maraca Eggs bestehen- mit Shake Tube
  • Cajon und Shake Hand lassen sich gleichzeitig spielen
  • klangvolle Ergänzung zum Trommelgeräusch
Foot Tambourine
  • besteht aus mehreren Edelstahlschellen- wird am Fuß oder Schuh befestigt- Schellenbegleitung zum Spiel
Cajon Brush
  • weiche Bürste- mehr Abwechslung beim Spielen- besonders großes Soundspektrum
  • viele interessante Klänge
Heck Stick / Side Kick
  • Zubehör für die Seiten des Cajons- passen optimal zusammen- können gleichzeitig oder unabhängig voneinander gespielt werden
  • vielseitig an Kombinationen
  • individuelles Setup
Cajontasche
  • weiche Tasche zum Transport- Platz für Cajon und Zubehör

Quellen:

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